Es wird gehämmert, geschweißt und geflämmt. Mit Hochdruck wird auf der Tauernautobahn gearbeitet, und rein gar nichts deutet daraufhin, dass hier die kostspielige Sanierung einer teuren Generalsanierung stattfindet.
"Planungsfehler und Baumängel"
"Es gab Planungsfehler und Baumängel", bestätigt Asfinag-Geschäftsführer Gernot Brandtner, bei einem "Krone"-Ortsaugenschein. Die wellige Fahrbahn der Altersbergbrücke musste komplett abgetragen und wieder neu aufgebaut werden. "8.000 Tonnen Stahl wurden dabei zusätzlich verbaut", verrät Ingenieur Wolfgang Gappmaier. Und das ist natürlich teuer: 20 Millionen Euro Mehrkosten verursachte allein die "Wackelbrücke".
Die Gesamtprojektkosten von 115 Millionen sind so auf 141 Millionen geklettert! Prozesse gegen die Verursacher wurden mit einem Vergleich abgebrochen. Brandtner: "15 Millionen Euro der Gesamtkosten haben die Baufirmen, Planer, Statiker, Versicherungen, Land Kärnten sowie der TÜV, der den Stahlbau geprüft hatte, übernommen. Wir hoffen, dass uns so etwas in Zukunft auf unseren Baustellen nicht mehr passiert."
Noch zwei Monate bis zur Freigabe
Übrigens: In zwei Monaten, also rechtzeitig vor den Sommerferien, soll die Tauernautobahn nach sechs "Baustellen-Jahren" für den Reiseverkehr völlig frei von Absperrgittern und Arbeitern sein. Ab dem 30. Juni ist endlich auch die zweite Röhre des Tauerntunnels fertig. Die endlosen Staus sind dann Geschichte.
Und das freut auch Kärntens Touristiker. "Es ist ja buchungsentscheidend, wie leicht man in ein Land reisen kann", meint Windelwirt Siggi Neuschitzer.
von Hannes Wallner, (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at
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