15.01.2022 05:59 |

Produktion läuft

Valve will Steam Deck ab Ende Februar ausliefern

Die globale Chip- und Halbleiterknappheit hat Valve bei der für das Weihnachtsgeschäft 2021 geplanten Markteinführung seines Handheld-PCs Steam Deck einen Strich durch die Rechnung gemacht, der Marktstart wurde auf Februar 2022 verschoben. Nun laufe die Produktion aber nach Plan, mit dem Versand der ersten Exemplare sei Ende Februar zu rechnen, verkündete der Steam-Betreiber am Firmenblog.

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Valve hatte seinen an Nintendos Erfolgskonsole Switch erinnernden Gaming-PC im Format einer Mobilkonsole bereits im Juli enthüllt - und einen Run von Vorbestellern darauf ausgelöst. Das Steam Deck ist ein mit einem modernen AMD-Prozessor mit starker integrierter RDNA2-Grafik bestückter Mobil-PC, auf dem Linux läuft. Die meisten Windows-Spiele sollten dank der sehr weit gediehenen Kompatibilitätslösung Proton funktionieren, alternativ können User auch einfach Windows installieren.

Erste Charge wird im Februar verschickt
Nachdem Valve den geplanten Termin Ende 2021 nicht einhalten konnte, scheint die Produktion nun nach Plan zu laufen. Man bereite sich darauf vor, die erste Charge des Steam Deck Ende Februar auszuliefern, hieß es auf Valves Firmenblog. Um welche Stückzahlen es sich dabei handelt, wurde allerdings nicht verraten. Zunächst werden wohl die ersten Vorbesteller ihre Geräte erhalten. Wer sein Steam Deck später reserviert hat, muss weiterhin mit Wartezeiten bis ins zweite Halbjahr rechnen.

Valve bereitet seine Infrastruktur bereits auf den Start des mobilen Gaming-PCs vor und will im weltgrößten digitalen Spielemarkt Steam demnächst ein Prüfsiegel für Spiele einführen, die problemlos auf dem Steam Deck laufen. Damit Entwickler ihre Games für das Steam Deck optimieren können, wurden in den letzten Monaten zahlreiche Entwickler-Kits ausgeliefert.

Offene Plattform, als klassischer PC nutzbar
Wichtigster Unterschied des Steam Deck gegenüber Spielkonsolen: Es handelt sich um einen Linux-PC, auf dem der Besitzer grundsätzlich alles installieren darf, was er will - also nicht nur Spiele, die er via Steam gekauft hat, sondern auch steam-fremde Spiele, andere Software oder ein alternatives Betriebssystem. Es wird einen Desktop-Modus geben, mit dem man den mobilen Gaming-PC - eine USB-C-Docking-Station wurde angekündigt - klassisch als PC verwenden kann.

Das Steam Deck kommt in drei Ausführungen, die sich vor allem beim Speicher unterscheiden. Um 420 Euro gibt es 64 Gigabyte Flash-Speicher, eine flotte 256-Gigabyte-SSD erhält man um 550, 512 Gigabyte SSD-Speicher um 680 Euro. Die übrige Ausstattung - 7-Zoll-Display (1280 x 800 Pixel), 16 Gigabyte LPDDR5-RAM, Gamepad- und Touchpad-Eingabemöglichkeiten, ein AMD-Chip mit RDNA2-Grafik - ist ident.

Valve dürfte mit der Einführung eines eigenen Handheld-PCs zwei Ziele verfolgen: Einerseits will man einen Teil vom mobilen Spielemarkt, der bisher vor allem in der Hand von Nintendo mit seiner Switch-Konsole ist. Andererseits will man mit Linux unabhängiger vom US-Softwareriesen Microsoft werden, der mit seinem Microsoft Store in den letzten Jahren zunehmend versuchte, anderen digitalen Software-Märkten wie Steam Nutzer abspenstig zu machen und dabei den Vorteil hat, auch gleich das Betriebssystem anzubieten, auf dem die Verkaufsplattform läuft.

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