Jener Wolf, der Ende November im Tiroler Ötztal und Oberinntal Rotwild gerissen hatte, dürfte sich mittlerweile im benachbarten Bayern aufhalten. Zu diesem Schluss kamen genetische Untersuchungen.
Der Wolf aus der italienischen Population, der am 25. November im Gemeindegebiet von Umhausen (Bezirk Imst) und drei Tage später in Oberhofen jeweils anhand eines Rotwildrisses sowie am 1. Dezember bei einer Losung aus Oberperfuss (beide Bezirk Innsbruck-Land) nachgewiesen wurde, dürfte nach Bayern gewandert sein. „Das haben die Ergebnisse der genetischen Untersuchung zur Bestimmung des Individuums sowie der Datenabgleich mit dem benachbarten Bayern erbracht“, hieß es am Mittwoch vonseiten des Landes.
Wolfsnachweis auch in Erl
Bei einem in Erl (Bezirk Kufstein) am 13. Dezember amtstierärztlich begutachteten Schaf sei die DNA eines Wolfs aus der italienischen Population nachgewiesen worden. „Damit hat sich der bereits geäußerte Wolfsverdacht bestätigt. Ob dieser Riss ebenfalls jenem Wolf, der sich zuvor im Ötztal sowie im Oberinntal aufgehalten hat, zuzuordnen ist, steht noch nicht fest. Hier muss noch das Ergebnis der Genotypisierung abgewartet werden“, so das Land.
Allerdings sei der in Tirol mehrfach nachgewiesene Wolf, der in Deutschland die Bezeichnung „GW2425m“ trägt, beinahe zeitgleich anhand eines Wildrisses im Landkreis Rosenheim und zuletzt im Berchtesgadener Land genetisch bestätigt worden.
Luchs von Wildtierkamera erfasst
Bei einer Mitte Dezember begutachteten toten Gams im Gemeindegebiet von Längenfeld (Bezirk Imst) habe die DNA-Analyse der Tupferproben einen Luchsnachweis ergeben. Kurz nach Dreikönig wurde in Umhausen zudem ein Luchs von einer Wildkamera fotografiert.
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