Guten Morgen

Gegen den Kanzler | „Krot schlucken“

Gegen den Kanzler. Schon ein seltsames Geschehen, das sich da rund um die Corona-Impfpflicht in Österreich abspielt. Einerseits täglich weitere Stimmen, die sich skeptisch zu dieser Pflicht beziehungsweise zum Starttermin am 1. Februar äußern. Andererseits vor allem ein gerade selbst an Omikron erkrankter Bundeskanzler Nehammer, der aus der Quarantäne jeden Tag aufs Neue beteuert, man werde an der Impfpflicht samt Starttermin festhalten. Es ginge jetzt bloß noch um einen „Feinschliff“. Dem stehen - unter anderem - massive Bedenken der Sozialpartner gegenüber. Hatte Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl gemeint, bevor die Impfpflicht in Kraft trete, müsse die Bevölkerung ausreichend informiert sein und es müssten Anreize gesetzt werden, sich impfen zu lassen, so meldeten sich gestern der ÖVP-Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und sein Generalsekretär, ÖVP-Abgeordneter Karlheinz Kopf, zu Wort und verlangten, ganz ähnlich wie zuvor die sozialdemokratische Arbeiterkämmerin, dass „vor der Einführung einer Impfpflicht noch gelindere Mittel zur Erhöhung der Impfquote eingesetzt werden sollen“. Und die Wirtschaftskämmerer gehen gleich noch weiter: „Zu dem Zweck, aber auch aus anderen Gründen, empfiehlt es sich aus unserer Sicht, das Inkrafttreten zu verschieben.“ Bemerkenswert, wie sehr sich da höchstrangige ÖVP-Männer gegen ihren Bundeskanzler positionieren. Wie dieses Match wohl ausgehen wird? 

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„Krot schlucken“. Nun sind sie unterwegs, die Polizisten, die seit gestern verschärft die Einhaltung der 2-G-Regel im Handel überprüfen. Unsere Reporter waren in ganz Österreich unterwegs und orteten überwiegend Verständnis für die Kontrollpflicht durch die Händler. Diese befänden sich, wie heute „Krone“-Wirtschafts-Chef Dr. Georg Wailand schreibt, in einer „klassischen Dilemmasituation. Was ist besser: ein neuer Lockdown oder die unbeliebten Kontrollen?“ Und Wailand zitiert dabei den Handelsvertreter in der Kammer, der gemeint hatte, „es ist lästig, aber wir werden die Krot schlucken“. Und so heißt es abschließend im Kommentar: „Im Grunde ist diese neue Regelung eine Chance für alle, zu zeigen, dass man gemeinsam Verantwortung im Kampf gegen Covid hat. Die Kaufleute genauso wie wir als (kooperative) Kunden. Wir werden alle ,diese Krot´ schlucken müssen.“ Ja, beim „Krot-schlucken“ haben wir ja viel gelernt in den vergangenen zwei Jahren …

Einen schönen Mittwoch!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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