„Krone“-Grätzelreport

Simmering: Gasometer als Wahrzeichen des Bezirks

Simmering gilt als klassischer Industrie- und Arbeiterbezirk. Mehr als 105.000 Menschen wohnen heute im „11. Hieb“.

Simmering ist eng mit der kommunalen Daseinsvorsorge verbunden, was sich auch bei einigen sehenswerten Plätzen im Bezirk zeigt.

  1. Gasometer: ein Wahrzeichen des 11. Bezirks. Die einstigen Gasbehälter wurden in der Fassade erhalten und beherbergen nach der Revitalisierung ein Einkaufszentrum, eine Veranstaltungshalle, Wohnungen und ein Studentenheim.
  2. Zentralfriedhof: eine der größten Totenstädte Europas mit rund 330.000 Gräbern. Die einzelnen Gruppen, die Luegerkirche und auch das Bestattungsmuseum gewähren tiefe Einblicke in die Wiener Seele.
  3. Friedhof der Namenlosen: Noch ein zweiter Gräberhain ist sehenswert. Unbekannte Tote aus der Donau wurden einst auf dem Friedhof bestattet. Bekannt durch den Film „Before Sunrise“.
  4. Szene Wien: Ob Rock, Metal oder Austro-Pop: Die Szene Wien mitten in Simmering ist seit vielen Jahren eine Institution der heimischen Musikbranche. Sie gehört zu den traditionsreichsten Live-Clubs der Stadt.
  5. Hauptkläranlage:Hier werden die gesamten kommunalen Abwässer von Wien gereinigt. Zugleich ist es ein Öko-Kraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung.

An einigen Plätzen im Bezirk gibt es allerdings Handlungsbedarf:

  1. Schloss Neugebäude: Eine prächtige Anlage, die weit mehr Potenzial als Kultur- und Veranstaltungszentrum hätte. Stattdessen dominiert aber die Parteipolitik im Betreiberverein.
  2. Simmeringer Hauptstraße: Seit Jahren wird über den Umbau gesprochen. Passiert ist bisher jedoch nur wenig. Etwas Belebung und ein besserer Branchemix würden dem Straßenzug sicherlich nicht schaden.
  3. Kaiserebersdorf: Die Verlängerung der U-Bahn in den Bezirksteil wird seit Jahren eingefordert - bisher aber komplett erfolglos. Ein Öffi-Ausbau würde dem Grätzel aber guttun.

Demnächst werden wir einen Streifzug durch Favoriten machen.

Philipp Stewart
Philipp Stewart
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