Der hohe Verbrauch an Gratis-Kondomen bei Olympia in Cortina d‘Ampezzo amüsiert auch die Athletinnen und Athleten – und das Internationale Olympische Komitee. „Das Klischee ist, dass der Valentinstag im olympischen Dorf in vollem Gange ist“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams mit einem Augenzwinkern.
„Es ist die Regel 62 der Olympischen Charta, dass es eine Kondomstory geben muss.“ Bei jeder Ausgabe der Olympischen Spiele sind die Gratis-Kondome wieder ein großes Thema.
10.000 für 2800 Athleten
Im olympischen Dorf in Cortina seien die mehreren Tausend Präservative mit dem Olympia-Logo, die für die Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung gestellt wurden, alle weg, hatte die Tageszeitung „La Stampa“ berichtet. Unklar ist, ob es Nachschub geben wird. „Schneller, höher, weiter – gemeinsam“, zitierte Adams das olympische Motto. „10.000 wurden benutzt, 2800 Athleten – man kann es sich ausrechnen.“
Eine Theorie, wie es dazu kommen konnte, äußerte die Skirennfahrerin Mialitiana Clerc aus Madagaskar. „Ich war nicht so sehr schockiert, ich weiß, dass viele Menschen bei Winterspielen Kondome nutzen.“ Clerc erinnerte sich an die Spiele von Peking vor vier Jahren. „Es gab Kartons mit Kondomen am Eingang eines jeden Gebäudes“, sagte sie. Diese seien jeden Tag aufs Neue wieder leer gewesen. „Vielleicht nehmen sie sie auch nur als Geschenk für ihre Freunde außerhalb von Olympia mit.“ Zum ersten Mal lagen 1988 bei den Sommerspielen in Seoul Kondome für die Athletinnen und Athleten parat. Bei den Spielen 2024 in Paris sollen es etwa 300.000 gewesen sein.
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