Gegen zwei Uhr früh hört Helga Zarnhofer Geräusche aus dem Keller, beißender Rauch steigt empor: "Ich hab’ sofort den Hausmeister angerufen. Der Rauch ist im Stiegenhaus vom Boden bis zur Decke gestanden. Das geht mir durch und durch, denn 2006 ist meine Wohnung ausgebrannt."
In Unterhosen eilt Hausmeister Werner Makoru zu Hilfe: "Zurück hab’ ich nicht mehr können, der Rauch!" Einige der 120 Bewohner werden über die Drehleiter geborgen. Eine Mutter klettert mit ihrem kleinen Kind aus dem Fenster im Parterre und wartet im Auto, ein pflegebedürftiger Mann harrt tapfer in seiner Wohnung aus, bis Hilfe kommt.
"Alle Wohnungen abgeklappert, damit wir keinen vergessen"
Feuerwehrleute im Atemschutz schlagen Fenster ein, sorgen für den Abzug der Rauchwolken. Makoru: "Ich hab’ eine Liste der Mieter, nach der wir alle Wohnungen abgeklappert haben, damit wir ja keinen vergessen."
"Eine Frau hatte Angina, und dann der Rauch. Sie ist auf der Intensivstation", weiß der Hausmeister. Brandherd war ein Sofa im Keller, direkt unter den Stromhauptleitungen, das angezündet worden war. Zarnhofer: "Schon wenn ich von Feuerteufeln in der Zeitung les’, hab’ ich Angst. Nun trifft’s uns selbst." Die Ermittlungen laufen.
von Christina Kogler, Kärntner Krone
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