Kritik vom SP-Klubchef

Bei Kinderbetreuung kommt kein Weihnachtsfrieden

Auch eine ausführliche Anfragebeantwortung von LH-Vize Christine Haberlander, ÖVP, an die SPÖ über Ausbauvorgänge bei den Kinderkrippen lässt in Oberösterreich keinen Weihnachtsfrieden beim Thema Kinderbetreuung aufkommen. Denn das wäre Realitätsverweigerung, wie SPÖ-Klubchef Michael Lindner meint.

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„2020/21 wurden in Oberösterreich 20 zusätzliche Krabbelstuben-Gruppen in Betrieb genommen“, berichtet ÖVP-Politikerin Haberlander an die anfragende SPÖ. Dort beharrt aber Klubchef Michael Lindner darauf, dass das an der Schlusslichtlage Oberösterreichs bei der institutionellen Betreuung unter 3-jähriger Kinder nichts ändere: „Wenn Haberlander und LH Stelzer weiterhin von Kinderbildungsoffensiven sprechen, obwohl wir am letzten Platz aller Bundesländer liegen, dann ist das Realitätsverweigerung. Wir fordern mehr Einsatz für die Familien im Land!“

Lindner zitiert aus der Kindertagesheim-Statistik 2020/21 weitere Schwächen:

* Oberösterreich habe die bei weitem meisten „Halbtageskindergärten“, nämlich mit weniger als 6 Stunden Öffnungszeit.

* Oberösterreich habe die zweitmeisten Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in den Kinderbetreuungseinrichtungen; mit 26,6 Prozent sei das der zweithöchste Wert nach Wien. Lindner sieht das zwar als Chance für Spracherwerb und Integration, dafür brauche es aber mehr Zeit und kleinere Gruppen.

* Der Anteil an ganztags betreuten Kindern nehme „seit den Einschnitten durch Stelzer/Haberlander“ im Jahr 2017/18 ab: „Im September 2017 waren 53 Prozent der Kinder beim Mittagstisch, im September 2020 waren es nur mehr 45,5 Prozent“, wie SP-Politiker Lindner aufzeigt.

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