16.12.2021 08:41 |

„Kein Kavaliersdelikt“

Software hilft, gefälschte Impfpässe aufzuspüren

Den mehr als 18.000 Apotheken in Deutschland soll es per Software leichter gemacht werden, gefälschte Impfpässe zu erkennen. Ab sofort können sie bei der Ausstellung digitaler Impfzertifikate eine neue Funktion zur Chargenprüfung nutzen, um Impfpassfälschungen aufzuspüren.

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Gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut, das die Impfstoffe chargenweise freigibt, hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) eine Möglichkeit entwickelt zu prüfen, ob eine im Impfpass genannte Chargennummer zu den in Deutschland verimpften Dosen der COVID-19-Impfstoffe passt und ob die COVID-19-Impfung tatsächlich im Zeitraum zwischen Freigabe- und Verfallsdatum erfolgt ist.

Als Charge bezeichnet man eine bestimmte Menge an Impfstoffdosen, die in einem Produktionsgang unter identischen Bedingungen entstanden sind. Jede Charge wird mit einer Chargennummer gekennzeichnet, welche auch auf dem Aufkleber im Impfpass aufgedruckt ist.

„Immer häufiger mit gefälschten Impfpässen konfrontiert“
„Die Apotheken werden immer häufiger mit gefälschten Impfpässen konfrontiert. Dagegen wollen wir angehen“, so Thomas Dittrich, Vorsitzender des DAV, in einer Mitteilung. Bisher konnten demnach nur „Identitäts-, Vollständigkeits- und Plausibilitätschecks“ durchgeführt werden.

„Kein Kavaliersdelikt“
Mit der Chargenprüfung stehe den Apotheken nun ein weiteres „wirksames Instrument zur Verfügung, um Kriminelle und Urkundenfälscher zu stoppen“. Denn wer Impfpässe fälsche oder einen gefälschten Impfpass nutze, gefährde nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern bringe auch Verwandte, Freunde, Nachbarn und Kollegen in Gefahr, so Dittrich. „Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat und bremst die Gesellschaft im Kampf gegen die Pandemie.“

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