RTL in Kranjska Gora

Brennsteiner rast bei Braathen-Sieg aufs Stockerl

Ski Alpin
07.03.2026 13:25
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Stefan Brennsteiner ist beim Riesenslalom in Kranjska Gora auf Rang drei gerast. Der Sieg ging an den Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen, Loic Meillard aus der Schweiz wurde Zweiter.

Der Salzburger Stefan Brennsteiner hat am Samstag in Kranjska Gora als Dritter seinen dritten Riesentorlauf-Podestrang in dieser Saison des alpinen Ski-Weltcups geholt. Der Sieger von Copper Mountain wies im vorletzten Saisonbewerb dieser Disziplin 0,80 Sek. Rückstand auf den brasilianischen Halbzeitleader Lucas Pinheiro Braathen auf. Der Olympiasieger gewann 0,54 Sek. vor dem Schweizer Slalom-Olympiasieger Loic Meillard. Dessen Landsmann Marco Odermatt wurde Fünfter (+1,33).

Das Ergebnis: 

Entscheidung in Hafjell
Damit fällt die Entscheidung im Disziplin-Weltcup erst in der finalen Woche am 24. März in Hafjell. Odermatt ist aber weiter klar in der Pole Position, freilich ist sein Vorsprung auf Braathen von 103 auf 48 Punkte geschrumpft. Mit Raphael Haaser (+1,98) und dem Halbzeit-Vierten Marco Schwarz (+2,03) als Neuntem und Zehntem kamen in der Tageswertung weitere ÖSV-Läufer in die Top Ten. Joshua Sturm wurde 23. (+3,14). Der Halbzeit-Siebente Patrick Feurstein fiel im zweiten Lauf, Noel Zwischenbrugger im ersten Lauf aus. Lukas Feurstein (47.) hatte sich nicht qualifiziert.

„Cool, dass es für das Podium gereicht hat“
Brennsteiner war zur Halbzeit auf Rang zwei gelegen, der zweite Lauf gelang ihm aber nicht so gut wie der erste. „Ich habe das eine oder andere Mal den Druck zu spät genommen, da war ich zu weit weg vom Tor“, erklärte der 34-Jährige im ORF-Interview. Außerdem würden ihm die Speed-Kilometer ein bisschen fehlen. Der zweite Lauf war bei einer rund neun Sekunden kürzeren Fahrzeit klar schneller als der erste gesteckt. Etliche wie auch Brennsteiner griffen daher in der Entscheidung zu längeren Skiern. „Es ist cool, dass es für das Podium gereicht hat.“

Stefan Brennsteiner
Stefan Brennsteiner(Bild: GEPA)

Er werde nun ein bisschen eine Pause machen und sich dann gut auf sein Abschlussrennen in Norwegen vorbereiten. Der zwei Weltcup-Riesentorläufe vor dem Slowenien-Stopp in Adelboden im Roten Trikot angetretene Brennsteiner hat bei 114 Zählern Rückstand nun keine Chance auf die kleine Kugel mehr, sehr wohl aber der 89 Punkte zurückliegende Meillard. Der Ausfall in Adelboden ärgere ihn auch noch, mehr zumindest wie seine Olympia-Leistung mit Rang acht, so Brennsteiner. „In Bormio bin ich einfach nicht gut genug skigefahren.“

Haaser mit zweitbester Laufzeit in die Top Ten
Haaser verbesserte sich mit der hinter dem Norweger Atle Lie McGrath (4./+1,12) zweitbesten Zeit in Lauf zwei um zehn Plätze. „Das ist in die richtige Richtung gegangen.“ Das Setzen der Tore eines norwegischen Coaches kam dem starken Super-G-Fahrer entgegen. „Der Riesenslalom sollte auch hin und wieder so sein. Es ist auch zum Zuschauen ein bisschen lässiger, wenn Tempo drinnen ist“, meinte der Weltmeister. Kritik des hinter dem Franzosen Leo Anguenot (+1,49) auf Rang sieben gekommenen Norwegers Henrik Kristoffersen (+1,72) konnte er nicht nachvollziehen.

Raphael Haaser
Raphael Haaser(Bild: AFP/JURE MAKOVEC)

Für Schwarz wiederum wurde es statt eines Angriffs auf die Podestränge ein Rückfall um sechs Plätze. „Vielleicht war es ein bisschen zu viel Risiko. Es war nicht viel, was ich heute mitnehmen kann. Auf so einer Kurssetzung muss man sich total überwinden.“ Auf den Slalom am Sonntag freue er sich. „Der Spezial-Slalom bei Olympia war schon ein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe wieder mehr das Vertrauen und werde gescheit attackieren. Ich muss auch im Slalom ans Limit gehen. Top Ten ist schon möglich.“

Schwarz war im Ziel enttäuscht.
Schwarz war im Ziel enttäuscht.(Bild: GEPA)

Sturm löste das Ticket für das Saisonfinale, darum geht es für ihn auch im Torlauf: „Ein 23. Platz wird da aber nicht reichen. Daher gibt es nur eine Devise.“ Im zweiten Riesentorlauf-Durchgang büßte er neun Plätze ein. „Vielleicht ist es im Hinterkopf ein bisschen mitgefahren. Das Weltcup-Finale war ein Saisonziel von mir, aber das Ziel heute habe ich meilenweit verfehlt.“ Feurstein trauerte einem Top-Ten-Rang nach: „So ein siebenter oder achter wäre drinnen gewesen. Jetzt stehe ich leider wieder mit einem Nuller da.“ Vier davon hat der Vorarlberger in dieser Saison angesammelt.

„Lebe meinen Traum“
Für Braathen ist es der erste Sieg im Riesentorlauf-Weltcup überhaupt bzw. disziplinenübergreifend sein insgesamt siebenter: „Es war Zeit, dass Brasilien auch im Weltcup einen Riesentorlauf-Sieg hat. Ich bin wirklich stolz. Ich lebe in diesen Tagen meinen Traum.“ Die Kugelchance sieht er gut intakt. „Ich werde alles dafür machen, ich werde kämpfen. Es wird ein Showdown.“ Odermatt klagte im ORF über „immer wieder so kleine Fehler.“ Sein Vorsprung werde immer weniger. „Aber ich war auch mal hinten diese Saison, also alles okay.“ Rang drei würde ihm zur Kugel jedenfalls reichen.

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