Nach dem weltweit ersten Social-Media-Verbot für Menschen unter 16 beschränkt Australien ab Montag auch den Zugang von Minderjährigen zu Porno-Websites und weiteren unangemessenen Inhalten.
Anbieter von entsprechenden Angeboten, aber auch von KI-Chatbots, Suchmaschinen, Apps und Onlinespielen müssen dann das Alter der Nutzer erfassen. Bei Nichteinhaltung drohen Strafen von umgerechnet bis zu knapp 30 Millionen Euro pro Verstoß, hieß es am Freitag.
„Wenn wir Verstöße oder Verzögerungstaktiken beobachten, werden wir die Unternehmen zur Verantwortung ziehen“, sagte die für Onlinesicherheit zuständige Regierungsbeauftragte Julie Inman Grant. Anbieter von Porno-Websites müssen diese vollständig für Minderjährige sperren.
App-Stores und Online-Gaming-Websites müssen Minderjährigen den Zugriff auf bestimmte Inhalte verweigern. Wer eine Suchmaschine benutzt, ohne sich als volljährig auszuweisen, bekommt pornografische oder brutale Inhalte nur verpixelt zu sehen. Bei Suchanfragen zu Suizid oder Essstörungen werden als erstes Hinweise auf Hilfsangebote angezeigt.
„Wir lassen Kinder ja auch nicht in Bars, Sexshops oder Spielcasinos gehen“, sagte Inman Grant. In Australien sind im Dezember strenge Regeln für die Nutzung von Onlinenetzwerken durch Heranwachsende in Kraft getreten. Die Internet-Unternehmen müssen seitdem überprüfen, ob die Nutzerinnen und Nutzer mindestens 16 Jahre alt sind.
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