Wie gefährlich ist Omikron? Omikron? Ja, innerhalb von nur zwei, drei Tagen haben wir wieder einmal einen neuen Begriff aus der Pandemie-Welt gelernt. Omikron, altgriechisch das kleine „o“, bezeichnet nun die neue, zuerst in Südafrika gefundene Virus-Variante. Von der WHO wird sie als „besorgniserregend“ eingestuft, während aus Großbritannien erste wissenschaftliche Meldungen kommen, wonach das Virus in Afrika Junge erfasst habe und die Begleiterscheinungen milde seien. In der Montags-„Krone“ beschäftigen wir uns mit Omikron umfassend. Der Virologe Norbert Nowotny getraut sich nicht, sich der Quasi-Entwarnung aus Großbritannien anzuschließen, wenn er darauf verweist: „Ich wäre vorsichtig. In Afrika gibt es vornehmlich junge Menschen.“ Und Nowotny ergänzt: „Wir wissen noch viel zu wenig über diese neue Variante.“ Klar scheint, dass sich diese schon weit verbreitet hat, auch in Österreich ist sie wohl bereits angekommen. Was irritiert: In Südafrika ist Sommer. Regionen im Sommer gelten, wie wir aus unseren Breiten wissen, für gewöhnlich als weniger betroffen. Nowotny geht wie andere Experten davon aus, dass die neue Variante sehr ansteckend ist. Andererseits verlaufen - so die ersten Beobachtungen - die Erkrankungen nach Ansteckungen mit dem Omikron-Virus bisher kaum schwerwiegend. Wenigstens das wäre eine Hoffnung …
Bescheiden zuversichtlich. Positives in der neuen Entwicklung versucht auch Claus Pándi in seinem „Thema des Tages“ in unserer heutigen Ausgabe zu finden. Wenn er auch darauf verweist, dass das „jetzt seltsam klingen mag“. Aber es sei doch eine großartige Leistung der Wissenschaft: „Vor 20 Tagen wird im Süden Afrikas diese neueste Variante entdeckt. Sofort zerlegen Forscher das 160 Nanometer kleine Virus in seine noch kleineren Bestandteile und alarmieren Kollegen rund um den Globus. Fast zeitgleich beginnen Mediziner mit der Anpassung der Impfstoffe, die uns auch vor einem veränderten Krankheitserreger schützen können.“ Es wäre freilich nicht Pándi, würde er nicht von dieser Glanzleistung zu menschlichen Fehlleistungen hierzulande überleiten. Er schreibt: „So hat Österreich ausgerechnet in dieser schwierigen Phase ein ausgesprochenes Pech mit seiner Regierung. Und es sind unter der perfiden Anleitung des besonders verantwortungslosen Oppositionspolitikers Kickl jede Menge Saboteure des Fortschritts unterwegs.“ Um aber doch zum Schluss zu kommen: „Aber wer sieht, was die Wissenschaft leisten kann, kann bescheiden zuversichtlich bleiben.“ Dann tun wir das!
Einen schönen Tag!
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