Neuerlich zugespitzt hat sich gestern die Corona-Situation. Kein Wunder: 14.416 Neuinfizierte, ein neuer 24-Stunden-Rekord, heute werden wir in Österreich die Marke von bisher einer Million Infizierter seit Ausbruch der Pandemie erreichen. Wieder wurden 41 Tote innerhalb eines Tages gezählt, mitunter müssen Tote, wie eine oberösterreichische Krankenschwester berichtete, in den Gängen aufgebahrt werden. Ärzte, vor allem Intensivmediziner, warnen immer intensiver. Vor dem Kollaps an ihren Spitälern, vor der Triage, bei der die Mediziner entscheiden müssen, wer noch eine Intensiv-Behandlung erhält. Immer lauter ist die Rede vom Voll-Lockdown. Ist dieser noch zu verhindern? Ja, meinen manche, mit einer Verschärfung der aktuellen Maßnahmen könnte es unter Umständen noch gelingen. Aber für die besonders betroffenen Bundesländer Oberösterreich und Salzburg sehen eigentlich alle schwarz: Da dürfte die Umwandlung des Drittel-Lockdowns in einen Voll-Lockdown unvermeidlich sein.
Einbetoniert. Anhaltend fragt man sich: Was läuft da in der ÖVP? Bundeskanzler Alexander Schallenberg betoniert sich trotz explodierender Corona-Zahlen immer massiver in der „Auf-keinen-Fall-einen-Lockdown“-Position ein. Statt den aktuellen Feuersturm mit allen verfügbaren Löschmitteln zu bekämpfen, wird gegen den Koalitionspartner gezündelt. Das sieht man auch innerhalb der Volkspartei immer kritischer. Offiziell lässt sich zwar kein Partei-Grande eine Aussage entlocken, aber hinter kaum noch vorgehaltener Hand ist zu hören, dass man aus der Sackgasse herauskommen müsse. Denn der Drittel-Lockdown für die Ungeimpften und die seit eineinhalb Wochen geltende 2-G-Regelung müssten längst Früchte tragen. Tun das aber so gar nicht. Deshalb wird man beim Landeshauptleutegipfel heute und morgen in Tirol mit dem Bundeskanzler ein ernstes Wort reden. Als unstrittig in der ÖVP gilt zwar, dass man sich von den Grünen nicht vorführen lasse. Aber jetzt sei für politische Befindlichkeiten keine Zeit. Ja, das erwarten die Menschen jetzt wirklich: Schluss mit dem Streit, Alles tun, um uns aus diesem Corona-Schlamassel zu befreien!
Einen schönen Tag!










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.