14.11.2021 06:00 |

„Krone“-Gastkommentar

Gold für alle Österreicher

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6,2 Prozent. Inflation. In den USA. Im Oktober. Eine Marke wie ein Keulenschlag, die Mitte dieser Woche über den Atlantik schwappte. 6,2 Prozent. Eine Erhöhung der Verbraucherpreise, die sich keiner leisten will oder dauerhaft leisten kann, weil Gehälter und Löhne ja niemals in demselben Ausmaß steigen. Schon gar nicht unmittelbar. 6,2 Prozent. Unerreicht, seit 30 Jahren. Und die Folge einer fatalen Geldmarktpolitik, die offenbar alle Gesetze des Marktes missachtet. Nicht nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Noch liegt Deutschland bei 4,5 Prozent. Noch darf Österreich auf 3,6 Prozent Teuerungsrate verweisen. Doch de facto ist auch in Europa ein Galoppieren der Inflation vorprogrammiert. Vorboten lassen sich etwa an Tankstellen erkennen: Auf Autobahnen kostet Diesel bereits 2 Euro, im Jänner stand der durchschnittliche Preis noch bei 1,07 Euro.

Europa steckt im Dilemma: Die maroden Südstaaten hängen am Tropf der EU und würden ohne Nullzinsen schlagartig in die Pleite schlittern. Dadurch würden auch die nettozahlenden Nordstaaten in Schieflage geraten. Derzeit drängt Frankreich, für mich ein „Südstaat“, auf ein Aufweichen der Schuldenobergrenze von 60 Prozent des BIP. Die wird ohnehin nicht eingehalten: Griechenland liegt bei 207, Italien bei 156, Frankreich bei 114 Prozent. Österreich ist strikt dagegen. Ein kluger Schachzug. Ein weiterer wäre: Als Staat wieder Gold einzukaufen. Als Inflationsschutz. Für alle Österreicher.

Christian Baha

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