„Krone“-Kommentar

Unsere Gasspeicher

Kolumnen
13.11.2021 10:26
Porträt von Manfred Schumi
Von Manfred Schumi

Die heimischen Gasspeicher sind derzeit nur zu 54 Prozent gefüllt. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, die Versorgung ist gesichert. Doch normalerweise werden sie im Sommer gefüllt, wenn die Preise niedriger sind. Darauf wartete man heuer vergebens, weil der Gaspreis ständig anstieg.

Den größten Speicher für den inländischen Markt hat die OMV im Osten Österreichs mit einer Kapazität von 25 Terawattstunden (TWh). Das entspricht grob einem Viertel des Inlandsbedarfs. Etwa ein Drittel beziehen wir übrigens aus Russland.

Lager für Gazprom
Die russische Gazprom hat übrigens in Österreich einen eigenen Speicher in Haidach (Salzburg). Den hat sie von der RAG (gehört mehrheitlich der EVN, auch zwei Landesversorger und eine E.On-Tochter sind beteiligt) gepachtet, es gibt ein Joint Venture. Dieser ist etwas kleiner als jener der OMV und derzeit noch fast leer. Allerdings verkauft die Gazprom die in Haidach gespeicherte Energie nach Deutschland.

RAG ist Nummer 1
Die RAG ist das größte Energiespeicherunternehmen Österreichs mit elf Standorten und in Summe einer Kapazität von 70 TWh. Davon werden sechs Stationen über Joint Ventures von anderen betrieben, das sind neben der Gazprom noch Seven Fields und Astora, beides deutsche Firmen.

Die RAG hat selber Speicher für den Inlandsmarkt mit einer Kapazität von 20 TWh. Das Unternehmen ist übrigens hochprofitabel, Gewinne von 20 Prozent des Umsatzes oder mehr sind üblich.

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