„Krone“-Spendenaktion

Brigitte (49) wird vielleicht nie mehr aufwachen

Die 49-jährige Innviertlerin Brigitte liegt nach mehreren Schicksalsschlägen im Wachkoma. Sie wird vermutlich lebenslang ein Pflegefall bleiben und in einer Spezialeinrichtung betreut werden müssen. Ihren minderjährigen Zwillingssöhnen (17) bleibt nun neben all dem Schmerz nichts anderes übrig, als rasch aus der Familienwohnung auszuziehen, die sie sich allein nicht mehr leisten können.

Engelsfiguren zu sammeln gehörte zu Brigittes Leidenschaften. Im Laufe der Jahre kamen etwa 100 „geflügelte Himmelswesen“ in ihren Besitz. Sie anzusehen, abzustauben und dann in unterschiedlicher Gruppierung neu aufzustellen, machte sie glücklich. Dass aber ausgerechnet ihr eigener Schutzengel nicht sehr aufmerksam ist, damit hätte die Taxilenkerin aus dem Bezirk Braunau nie gerechnet. Angesichts der gesundheitlichen Tiefschläge, die bisher auf die 49-Jährige eingeprasselt sind, klingt das eher nach einer zynischen Laune des Schicksals.

Serie an Schicksalsschlägen
2007 – mit 35 Jahren – erlitt Brigitte eine Gehirnblutung. Sie lag ein halbes Jahr im Spital und überstand zwei Kopfoperationen. „Nach dem ersten Eingriff hatte sie massiven Gedächtnisverlust, erst nach der zweiten OP kam die Erinnerung zurück“, sagt Mutter Hermine (71). Doch als Brigitte das einigermaßen im Griff hatte, trat bei ihr ein neurologischer Spitzfuß (Fußdeformation, bei der die Ferse keinen Bodenkontakt mehr hat) zutage. Sie konnte nicht mehr normal Autofahren, und ihr Pkw musste so umgebaut werden, dass sie alle Pedale mit dem linken Fuß bedienen konnte.

Alleinerziehend
2008 ging dann ihre Ehe in die Brüche. Brigitte musste allein für drei unmündigen Söhne (Tobias, damals 8 und die Zwillinge Michael und Lukas, damals 4) sorgen. Dass bei Tobias starke Osteoporose diagnostiziert wurde, bereitete zusätzliche Sorge. Richtig brutal schlug das Schicksal bei Brigitte aber heuer im Sommer zu.

Legionellen und Infarkt
Am 14. Juli erlitt sie eine Lungenentzündung samt schwerer Blutvergiftung, verursacht von einer Legionellen-Infektion. Als Brigitte sich einigermaßen erholt hatte und 14 Tage daheim war, wiederholte sich das Drama. Auf Intensivstationen in Linz und Braunau kämpften Ärzte um ihr Leben, sie bekam Blutwäsche, war an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Zurück auf der Normalstation ereilte sie dann noch ein Infarkt. Die 49-Jährige wurde zehn Minuten reanimiert, ehe ihr Herz wieder schlug. Die Folge: ein offenbar irreparabler Hirnschaden.

Ungünstige Prognosen
„Sie liegt im Wachkoma und reagiert auf fast nichts“, so Mutter Hermine, die ihre Tochter täglich besucht. Die Prognosen sind düster: Brigitte kann nie mehr heim, muss in einer Spezial-Pflegeeinrichtung betreut werden. „Sie wird künstlich beatmet und ernährt – und stündlich wird ihr Speichel abgesaugt.“ Die Zwillinge (17) können sich die Familienwohnung nicht leisten, müssen sich rasch neue Unterkünfte suchen. Auch Oma Hermine, die seit Monaten ihre Miete bezahlt hatte, ist am Ende ihrer Möglichkeiten: „Das nimmt uns alle extrem her, auch Weihnachten fällt bei uns heuer aus.“

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Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Mittwoch, 08. Dezember 2021
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