Martinigänse

Das liebe Federvieh lebt im Freiland voller Glück

Rund um den Martinitag am 11. November haben Gänse Hochsaison - in der Küche. Die Freilandgänse von Ansfelden hatten bis dahin ein gutes Leben, und das schmeckt man auch.

Jedes Jahr im Frühling kaufen Margarete Almeder-Langmayr und Hannes Langmayr vom „Schintbauernhof“ in Ansfelden 2000 flaumige Gänseküken. „Sie bleiben so lange im Stall, bis sie die regenfesten Federn bekommen haben, die sie auch vor Kälte schützen“, sagt Almeder-Langmayr. Die Kleinen werden mit hofeigenem Getreide und Donau-Soja aufgezogen, bis sie rausdürfen. „Über den Sommer gehören ihnen alle meine Wiesen!“, lächelt Hannes Langmayr. Er mag seine Dänengänse, das merkt man.

Natürliche Fitness
Das Federvieh darf mehr als fünf Monate die saftigen, würzigen Weiden abgrasen. „Sie sind glücklich in der Schar mit ihresgleichen. Und sie sind wahre Sportler, denn sie marschieren bergauf und bergab – natürlich immer im Gänsemarsch.“ Die natürliche Fitness macht das Fleisch dunkel, zart, es ist kaum Fett dabei. Denn eine Mast, wie sie bei Gänsen im Ausland üblich ist, gibt es bei den Langmayrs nicht. Auch eine Stopfleber – durch leidvolles Mästen erzeugt – ist nicht im Angebot.

Braten mit fruchtiger Fülle
Geschlachtet wird am Hof, das heißt: Es gibt keinen stressigen Transport und „die anderen Tiere bekommen das gar nicht mit“, sagt Langmayr. Erst dann wird die Gans gerupft, sorgfältig ausgenommen und bratfertig abgepackt. Leber, Magen und Kragen sind dabei. Oft gibt die Bäuerin noch Äpfel dazu. Ein bunter Eyecatcher und wichtiger Bestandteil der fruchtigen Füllung eines saftigen Festbratens.

Ab Hof und im Automat
Heuer ist die Nachfrage nach frischem Gansl besonders groß: „Wir liefern viel an die Gastronomie, im Hofladen ist dauernd etwas los. Unser neuer Automat bewährt sich gerade“, sagt Almeder-Langmayr, die auch mal eine Gans hoch nimmt und mit ihr spricht. (Rezept für eine Freilandgans in der Print-Ausgabe der „Krone“)

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Sonntag, 28. November 2021
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