Samstag und Sonntag war Innsbruck der heißeste Ort Österreichs - aber auch in vielen anderen Orten Tirols wurde am Sonntag geschwitzt: In Jenbach bei 25,3°, in Lienz bei 25,1°, in Kössen bei 25,0°, in Imst bei 24,8°, in Landeck und Kufstein bei 24,7°, in Haiming bei 24,6° und in Söll bei 24,2°.
Notarzthubschrauber im Dauereinsatz
Selbst auf den Bergen war es ungewöhnlich warm: Die Ehrenbachhöhe bei Kitzbühel meldete 13,2°. Diese Erwärmung bis ins Hochgebirge wirkte sich auf die Stabilität der Schneedecke natürlich negativ aus. Lawinenabgänge wurden aus dem ganzen Land gemeldet, zum Glück forderten sie keine Opfer. Im Dauereinsatz stand dabei der in Hochgurgl stationierte Notarzthubschrauber Martin 8: Um 13.25 Uhr wurde er zur Breslauer Hütte gerufen, wo am Weißkamm ein Skifahrer hüfthoch verschüttet worden war. Kameraden gruben ihn aus.
Beim Rückflug hörten die Besatzung über Funk von einem Lawinenabgang auf die Piste am Rifflsee und brachte ihren Hundeführer auf den Lawinenkegel: kein Verschütteter. Um 14.45 Uhr erneut Alarm, diesmal am Hinteren Daunkopf im Stubaital: Aber auch hier gab es zum Glück kein Opfer.
Mädchen bei Sturz mit Rad schwer verletzt
Das sommerliche Wetter hatte auch zahlreiche Freizeitunfälle mit Motor- und Fahrrädern zur Folge. In Baumkirchen etwa stürzte gegen 11.30 Uhr ein neunjähriges Mädchen mit dem Rad, die dahinter fahrende Mutter konnte nicht mehr bremsen und überrollte es. Das schwer verletzte Kind musste vom Notarzthubschrauber Christophorus 1 in die Klinik nach Innsbruck geflogen werden.
von Günther Krauthackl (Tiroler Krone) und krone.at
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