Während in den angrenzenden oberösterreichischen Bezirken Braunau und Vöcklabruck bei der Ausreise die obligatorischen „G“ kontrolliert werden, heißt es für alle Salzburger: Freie Fahrt – ab Mittwoch 24 Uhr auch für die bisher ausreisebeschränkten Bürger von Adnet, Annaberg-Lungötz und St. Koloman.
Nach stundenlangen Beratungen aufgrund der nach wie vor rapide ansteigenden Corona-Kennzahlen entschloss sich das Land, beim landesweiten Plan zu bleiben: also die Bundes-Vorgaben etwas schärfer, aber keine Extra-Maßnahmen auf Landes-, Bezirks- oder Gemeinde-Ebene. „Wir wollen nicht ganze Bezirke einschränken, die man sowieso nicht kontrollieren kann“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Ab Montag, dem 8. November, gibt es im Bundesland aber deutlich strengere Maßnahmen als bisher. So gilt etwa am Arbeitsplatz 2,5-G und bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und in der Nachtgastronomie 2-G – egal ob In- oder Outdoor. „Diese Maßnahmen sind wegen der aktuellen Entwicklung unumgänglich“, ist sich Haslauer sicher.
Spitalsauslastung als Entscheidungs-Faktor
Die Zahlen aus den Spitälern spielen eine große Rolle. 115 Corona-Infizierte wurden am Dienstag in Salzburg behandelt, „nur“ zwölf intensivmedizinisch. Heute vor einem Jahr waren es 105 auf der Normalstation und 21 auf der Intensiv – wegen des Impf-Faktors. Weiters verzeichnete das Uniklinikum einen „extremen Anstieg“ von mehr als 30 Patienten binnen eines Tages, heißt es. Tatsächlich ist die Spitals-Lage in Oberösterreich aber noch angespannter.
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