„Hotspot“ Kitzbühel

Preise für Häuser in Tirol schießen durch Decke

Tirol
27.10.2021 16:00

Dass der Wohnungsmarkt in Tirol verrückt spielt, hat erst kürzlich eine Analyse der „Tiroler Krone“ gezeigt. Nicht besser sieht es bei den Einfamilienhäusern aus. Laut dem aktuellen Preisspiegel von RE/MAX „gehen die Preise durch die Decke“. Mit einer Steigerung von satten 39,6 und 39,1 Prozent sind die Bezirke Innsbruck-Land und Kitzbühel die negativen Vorreiter.

Trotz dieser drastischen Steigerung verzeichneten die Experten in Kitzbühel die meisten verkauften Einfamilienhäuser zum Halbjahr 2021. Exakt 75 waren es. Damit liegt man gleich auf mit den Jahren 2019 und 2018. Im Corona-Jahr 2020 gab es mit lediglich 35 verkauften Häusern einen deutlichen Einbruch.

Im Schnitt 2,1 Millionen Euro für Haus in Kitzbühel
Mit einer Preissteigerung von 39,1 Prozent hat der Gams-Bezirk den höchsten Bezirkspreis in ganz Österreich. „Der typische Preis liegt bei fast 2,1 Millionen Euro“, rechnen die Experten vor. Am unteren Ende wurde jedes vierte Haus unter 630.500 Euro gehandelt, zugleich „kostete am anderen Ende aber jedes vierte Einfamilienhaus mehr als 3,24 Millionen Euro“.

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In Kitzbühel ist ein sehr zahlungskräftiges Publikum bereit, für Top-Lagen die Geldbörse auch extrem weit aufzumachen.

Christian Pfurtscheller

Größte Steigerung gab es im Bezirk Innsbruck-Land
Laut Christian Pfurtscheller sei im Bezirk Kitzbühel „ein sehr zahlungskräftiges Publikum bereit, für Top-Lagen die Geldbörse auch extrem weit aufzumachen“. Doch obwohl der Nobel-Bezirk der teuerste im gesamten Bundesgebiet ist, verzeichnete Innsbruck-Land eine noch größere prozentuale Steigerung. Stolze 39,6 Prozent waren es. Im Schnitt wurde ein Einfamilienhaus um 668.545 Euro verkauft.

277 Häuser um 307 Millionen Euro im ersten Halbjahr
Tirolweit wurden im ersten Halbjahr 277 Verkäufe gezählt. Im Vergleich zum Spitzenwert der vergangenen sechs Jahre, der 2018 verzeichnet wurde, ein Minus von 78 Verkäufen. Trotzdem bleibt man im Bundesländervergleich unverändert auf Platz sechs. Für die 277 Häuser haben die Käufer in Summe 307 Millionen Euro auf den Tisch gelegt.

Übrigens: Statistisch ist jedes siebte Haus von einem relativ billigen Bezirk in das teuerste Eck Kitzbühel „übersiedelt“.

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