25.10.2021 08:00 |

Neue Konkurrenz

Ellenbogen-Kampf bei Corona-Kritikern

Die Freiheitlichen zementieren sich auf ihrer Covid-Position ein. Das ist nötig, denn sie haben einen neuen Konkurrenten.

Salzburgs FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek hat schon kurz nach dem Bekanntwerden der 3-G-Regel am Arbeitsplatz, die ab 1. November gelten soll, die Keule ausgepackt. Der Rundumschlag beginnt bei der Bundesregierung, geht über umgefallene Sozialdemokraten – diese müssen im Bundesrat zustimmen – bis hin zur Freiheitlichen Gegenwehr. Denn die FPÖ will sich laut eigenen Angaben gegen die neuen Regeln stemmen, „sowohl im Landtag als auch als Arbeitsplatz“.

Im Landtag ist das wegen des häufig zitierten „freien Mandats“ kein Problem, am Arbeitsplatz werden auch die Blauen nicht um die Verordnung herumkommen. Dass die Blauen sich klar gegen die meisten Maßnahmen stellen, liegt auf der Hand. Denn für die kommenden Wahlen in eineinhalb Jahren hat die Oppositionspartei harte Konkurrenz bekommen.

Die „MFG“ schaffte bei ihrem ersten Antreten in Oberösterreich auf Anhieb den Einzug in den Landtag. Die „Freigeister“ rund um den Salzburger Gesundheitsökonomen Gerhard Pöttler sind mittlerweile auch in Salzburg stark aktiv. So verteilten sie etwa kurz vor den Ausreisekontrollen in St. Koloman ihre umstrittenen Ansichten via Flyer und suchten das Gespräch mit den Bürgern. Das Potenzial in Salzburg ist für die Neo-Partei wohl groß. Zum einem gibt es zahlreiche Nichtwähler zu gewinnen, zum anderen ist die Impfquote bescheiden.

Das zeigt auch ein Blick in die Schulen. Bei den Über-12-Jährigen liegt Salzburg an drittletzter Stelle, bei den Lehrern gar an letzter. Die Pädagogen weisen zwar eine Impfrate von 79 Prozent vor, in Wien etwa sind es mit 87 Prozent aber deutlich mehr.

Felix Roittner
Felix Roittner
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