Von Auto erfasst

Fußgänger getötet: Lenker konsumierte Drogen vorm Unfall

Tirol
01.04.2011 12:45
Drogen und Alkohol sollen beim tödlichen Verkehrsunfall am Donnerstagmorgen in St. Anton im Spiel gewesen sein. Ein 28-jähriger Kärntner hatte einen Fußgänger (23) aus Niederösterreich mit dem Auto erfasst und tödlich verletzt. Nach dem Unfall brauste der Kärntner davon. Als er via Internet erfuhr, dass man ihm auf die Schliche gekommen war, meldete er sich jedoch telefonisch bei der Polizei...

Sowohl Kärntner Freunde als auch die Polizeibeamten haben den Unfalllenker dazu gedrängt, sich zu stellen. Der Mann werde nun wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen angezeigt, so die Polizei. Das Strafmaß liege bei maximal drei Jahren. Zudem werde dem 28-Jährigen das Delikt "Im Stich lassen eines Verletzten" zur Last gelegt.

Was in jener Nacht geschah
Mit zwei Kollegen war der 28-Jährige in der Nacht auf Donnerstag auf einer Feier. "Er hat angegeben, zwei Bier und ein Glas Wein getrunken zu haben. Außerdem hat er auch Suchtgiftkonsum zugegeben", so ein Polizist zu krone.at. Gemeinsam mit einer 18-jährigen Kollegin aus Niederösterreich wollte er dann in seine Unterkunft fahren, dabei kam es zu dem folgenschweren Unfall: Mit seinem Auto erfasste er den am Straßenrand gehenden Urlauber.

Ohne anzuhalten machte sich der Unfalllenker dann aus dem Staub. Erst später wurde der getötete Mann von einem Taxilenker entdeckt. "Der Unfalllenker hat von einem Blackout geredet, und dass er Panik gehabt hätte", so der ermittelnde Beamte. Die junge Frau habe den Mann noch überreden wollen, stehen zu bleiben und die Polizei zu alarmieren, doch das tat der 28-Jährige nicht. Statt den Unfall zu melden, machte sich der Kärntner am nächsten Tag auf den Weg nach Deutschland, um mit Freunden ein Auto zu überstellen. Dort sei ihm dann bewusst geworden, dass er sich stellen musste.

Der Polizist: "Im Internet hat er gesehen, dass nach ihm gesucht wird." Noch in den Abendstunden kontaktierte der mutmaßliche Unfalllenker die Polizei, gegen drei Uhr morgens fand er sich im Polizeipräsidium ein. Um acht Uhr wurde er vernommen. 

Auto bereits am Donnerstag entdeckt
Fieberhaft hatte die Polizei am Donnerstag nach dem Kärntner Lenker gesucht. Am Nachmittag war zunächst das stark beschädigte Unfallauto entdeckt worden. Unter anderem wurde die Windschutzscheibe durch den Aufprall zerstört und das Dach eingedrückt. Zudem konnte am Unfallort ein abgerissener Seitenspiegel sichergestellt werden. Da die beim Todesopfer gefundenen Lackspuren mit der Farbe des Wagens übereingestimmt haben, kam die Polizei auf die Spur des Kärntners.

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