Technische Probleme

Pannenserie im Kraftwerk Krko – immer wieder Alarm

Kärnten
25.03.2011 09:04
117 Tage lang ist das Atomkraftwerk von Krko ohne Störfälle betrieben worden. Am Mittwoch kam es aber, wie berichtet, zu einer riskanten Notabschaltung, weil die Stromversorgung gefährdet war. Das ist nicht das erste Mal, dass der Reaktor nahe der Kärntner Grenze ausfällt. Schon 2004 und 2008 gab es europaweiten Alarm!

Am Mittwoch um 10.30 Uhr ist das passiert, wovor sich Manager Janec Krajnc im "Krone"-Interview (siehe Infobox) noch gefürchtet hatte: Wegen eines technischen Fehlers schaltete sich der Reaktor automatisch ab – Grund war der Ausfall einer 380-kV-Leitung im Umspannwerk vor dem Kühlturm. "Es gibt aber keine Auswirkungen auf die Umwelt. Sobald alle Systeme gecheckt sind, wird der Reaktor wieder hochgefahren", erklärt Ida Novak-Jerele, Sprecherin für das Atomkraftwerk.

Kühlkreislauf gerät in Gefahr
Doch ganz so simpel war die Panne nicht: Denn wenn die Stromversorgung nicht einwandfrei funktioniert, gerät der Kühlkreislauf in Gefahr – und nur die Kühlflüssigkeit ist es, die im Reaktor selbst sicherstellt, dass es zu einer kontrollierten Kernspaltung, aber keiner unbeherrschbaren Kernschmelze kommt! Auch die slowenische Behörde für Kernkraftsicherheit hat den Ernst der Lage erkannt. Die Wartungsarbeiten am Donnerstag wurden von ihr überwacht.

Krko ist pannenanfällig, wenngleich bisher zum Glück alles glimpflich abgelaufen ist: 2004 gab es einen Notstopp wegen eines Defekts im Kontrollsystem, 2008 ein Leck im äußeren Kühlkreislauf. Trotzdem meint Chef Krajnc, eines der weltweit sichersten AKW zu betreiben.

von Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

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