Seit 1997 werden die Bürgermeister direkt gewählt. Neun der damals 444 Wahlsieger sind noch aktiv und kandidieren erneut.
Zum mittlerweile fünften Mal werden am 26. September die Oberösterreicher in ihren Heimatgemeinden nicht nur den Parteien, sondern auch ganz konkret einem Bürgermeister-Kandidaten ihre Stimme geben. Von den 444 Wahlsiegern bei der Premiere der Direktwahl 1997 sind noch neun dabei. Einer darf sich bereits jetzt über seine fünfte Wiederwahl freuen. Peter Oberlehner. Er bekommt es in Pötting mit keinem Gegenkandidaten zu tun.
Ich hatte bei jeder Wahl einen Gegner. Meine ersten zwei Duelle waren sogar gegen meinen eigenen Bruder.
Alois Gruber, VP-Ortschef in Pilsbach
Den anderen acht „Direktwahl-Urgesteinen“ wird der Sieg nicht kampflos überlassen. Für Alfred Allerstorfer aus St. Johann/Mühlkeis ist das Duell mit Elke-Maria Lenhart (FP) eines, auf das er eigentlich verzichten wollte: „Leider war bei der ÖVP keiner bereit, zu kandidieren oder hat keine Zeit, also trete ich wieder an.“
Erstmals wieder ein Gegner
Auch Karl Furthmair, der bereits seit 1992 in St. Georgen bei Grieskirchen regiert, erwartet erstmals seit 1997 wieder einen Gegner. „Bei meiner ersten Wahl gewann ich gegen meinen Nachbarn August Standhartinger von der SPÖ. Danach trat niemand gegen mich an“, strebt der 60-Jährige nun einen Sieg gegen Raimund Doppler (FP) an. Nach vier Jahren als Gemeindeoberhaupt soll 2025 eine geordnete Amtsübergabe erfolgen.
Eigentlich wollte ich nicht mehr kandidieren. Weil ich bei vielen Projekten noch involviert bin, hat mich die Partei darum gebeten.
Gerhard Schaur, VP Taufkirchen/Trattnach
Erstmals mit zwei Gegenkandidaten muss es in St. Johann am Wimberg Albert Stürmer aufnehmen. „Weil neben der SP auch die FP einen Kandidaten ins Rennen schickt, rechne ich mit einer Stichwahl“, so der erst 52-Jährige. Bei einem Wahlsieg würde er alle sechs Jahre im Amt bleiben.
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