„Es ist in ganz Europa ein Horror!“, resümiert Pilzexperte Edi Wallisch über die bisherige Schwammerlsaison. Die Situation sei heuer ähnlich wie zuletzt 1976, als es keine heimischen Pilze zu kaufen gab. „Was bei uns auf dem Markt angeboten wird, kommt meist von auswärts. Will jemand Schwammerln haben, muss er tief in die Tasche greifen. 20 bis 30 Euro pro Kilogramm sind heuer normal“, so der Kenner.
Zwei Gründe für das Ausbleiben der Pilze verantwortlich
Zwei Gründe seien für das Ausbleiben der Pilze verantwortlich. Zum einen die intensive Forstwirtschaft, die den Schwammerln den Lebensraum nehme, und dann noch das Klima. „Pilze leben in Symbiose mit Bäumen. Und geht es den Bäumen schlecht, weil es viel zu trocken ist, dann bildet der Pilz keine Sporen“, erklärt der Experte.
Die richtigen Plätze muss man kennen
Wer nicht auf Schwammerln verzichten will, muss die richtigen Plätze kennen. Wallisch: „Auf über 1000 Meter Seehöhe sind sie zu finden. Am ehesten in Mischwäldern und Gräben, wo es feuchter ist.“
Es gebe aber noch Hoffnung. „Im Herbst wird es schon Pilze geben. Klimatisch bedingt, verschiebt sich das Ganze nach hinten“, verrät Wallisch, der in der Herbstzeit Pilzseminare abhält: „Da begeben wir uns nicht nur auf die Suche nach Eierschwammerln, Parasolen und Steinpilzen. Der Wald hat viel mehr zu bieten als diese herkömmlichen Sorten.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.