14.08.2021 17:52 |

Alle 8 Insassen tot

Löschflugzeug bei Einsatz in Türkei abgestürzt

Brände, Überschwemmungen und Hitze machen den Menschen im Mittelmeerraum zu schaffen. In der Türkei haben nach den Feuern nun Überschwemmungen verheerende Folgen, 40 Menschen kamen im Zusammenhang mit diesen bereits ums Leben. 2200 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Am Samstag stürzte indes ein Löschflugzeug beim Einsatz im Kampf gegen die Brände im Süden des Landes ab. Alle Insassen seien getötet worden, meldeten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Demnach handelte es sich bei der Besatzung des Flugzeugs vom Typ Beriew-200 um fünf russische Soldaten und drei Türken.

Das Flugzeug sei in der Nähe von Adana beim Landeanflug gecrasht. Laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu wurden sofort Hilfskräfte zur Unglücksstelle entsandt. Im Fernsehen war eine große Rauchsäule über bergigem Gebiet zu sehen. Dem türkischen Verteidigungsministerium zufolge befand sich die russische Maschine im Einsatz gegen einen Waldbrand in der Region Kahramanmaras. Ein türkisches Luftüberwachungsflugzeug und ein Hubschrauber seien zur Unglücksstelle entsandt worden.

Eine auf Twitter geteilte Videoaufnahme soll den Absturzort zeigen, in der Ferne ist eine schwarze Rauchsäule zu sehen.

Die Türkei hat derzeit mit mehreren Naturkatastrophen zu kämpfen. Seit Ende Juli kamen bei Waldbränden im Süden des Landes acht Menschen ums Leben. Zurzeit leiden Teile der Nordtürkei zudem unter schweren Überschwemmungen. Im Zusammenhang mit den Waldbränden und dem Hochwasser geriet der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in die Kritik. Wegen fehlender Löschflugzeuge hatte Ankara andere Länder um Hilfe bitten müssen.

Schon 40 Tote nach verheerenden Überschwemmungen
In der türkischen Schwarzmeerregion sind in der vergangenen Woche mindestens 40 Menschen in Zusammenhang mit Überschwemmungen ums Leben gekommen. Betroffen sind vor allem die drei Provinzen Bartin, Kastamonu und Sinop. Erdogan reiste am Freitag nach Kastamonu und sagte, die zerstörten Orte würden durch „bessere“ ersetzt.

Eingestürzte Gebäude und zerstörte Straßenzüge
Heftige Regenfälle setzten in der Region viele Orte unter Wasser. Auf Fernsehbildern waren mehrere eingestürzte Gebäude und zerstörte Straßenzüge zu sehen, mehrere Brücken stürzten dem staatlichen Fernsehsender TRT zufolge ein. Matschbraune Fluten rissen Autos mit sich. Medienberichten zufolge stand das Wasser mancherorts fünf Meter hoch. Weiterer Regen wurde vorhergesagt.

Unter anderem rund 5000 Einsatzkräfte, 19 Helikopter und Suchhunde sind an den Rettungsarbeiten beteiligt, unterstützt von Hilfsorganisationen und dem Militär. „Das ist die schlimmste Flutkatastrophe, die ich gesehen habe“, hatte Innenminister Süleyman Soylu am Donnerstag gesagt.

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