Was für ein Thriller

Heidi Horten verdrückte beim KAC-Sieg eine Träne

Kärnten
14.02.2011 10:13
Was für ein Eishockey-Thriller in Klagenfurt! Der KAC bog die Vienna Capitals nach 0:2-Rückstand durch ein famoses Schlussdrittel noch mit 4:3. Aber es war ein Phyrrussieg, denn Dave Schuller erlitt wohl so kurz vor den Play-offs einen Kreuzbandriss! Der VSV hat im zweiten Versuch den ersten Sieg unter Neo-Coach Mike Stewart eingefahren. In Szekesfehervar gab es nach einer 3:0-Führung noch einen hart erkämpften 3:2-Sieg.

KAC - Capitals 4:3. Die Fans und die Spieler stimmten ein lautes „Happy Birthday“ an, Milliardärin und KAC-Gönnerin Heidi Horten zerdrückte auf der Tribüne eine Träne – ihre Eishockey-Cracks hatten ihr zum Ehrentag einen Sieg geschenkt! Dabei musste der blonde „Edel-Fan“ lange mit den Rotjacken zittern.

Zwei Gegentore aus dem Nichts
Denn nach einem starken Anfangsdrittel, bei dem lediglich der Abschluss ausblieb, fing sich der KAC im zweiten Durchgang wie aus dem Nichts zwei Gegentore ein. Rebek (39.) und Bouchard nur 30 Sekunden später waren mit dem eiskalten Schauer zur Stelle! Doch so richtig los ging es in dieser Partie ohnehin erst im Schlussdrittel. Und wie!

Und endlich fielen die Tore
Der KAC, technisch deutlich überlegen, verwertete plötzlich seine Chancen: Craig, Stefan Geier, Kalt bei seinem Comeback und abermals Craig stellten klar, dass die Wiener ohne Zähler heimreisen mussten. Auch das kurzfristige 3:3 durch Fortier nutzte den Caps nichts. Doch so schön dieser Abend war – er hatte auch seine Schattenseiten: Noch im zweiten Drittel schleppte sich KAC-Star Dave Schuller mit schmerzverzerrtem Gesicht die Tribüne hoch, nahm zwischen den Fans Platz.

Zittern um Dave: Saisonende droht!
Der „Krone“ verriet er: „Es sieht ganz schlecht aus. Nach einem Zweikampf mit Rebek ging bei mir nichts mehr. Ich befürchte, es dürfte sich um einen Kreuzbandriss handeln.“ Wieso der schlimme Verdacht? „Teamkollege Schellander hat bei mir einige Tests mit dem Bein gemacht, es war relativ eindeutig.“ Sollte sich der bittere Verdacht bestätigen, ist Daves Saison noch vor den Playoffs vorbei.

Szekesfehervar - VSV 2:3. In kleinen Schritten will Neo-Coach Mike Stewart den VSV aus dem Tief führen – und am Sonntag gelang ein messbarer Schritt mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg in Szekesfehervar.

Nach 25 Minuten schien alles erledigt
Nach einer starken Anfangsoffensive der Ungarn bekam VSV das Spiel bald in den Griff. Die Villacher verteidigten schon in der neutralen Zone gut, ließen den Gegner nie mit Schwung ins Angriffsdrittel kommen und auch ins Tor wurde wieder getroffen. Langfeld machte aus kurzer Distanz schon nach acht Minuten das 1:0. Dann wurde Damon bei einem Solo (11.) gelegt, verwandelte den Penalty mit etwas Glück durch die Beine von Torhüter Balizs. Als Kristler das 3:0 (25.) drauflegte schien die Sache gelaufen.

Möglicher Ausgleich der Ungarn nicht gegeben
Aber die Ungarn steckten nicht auf und mit ihrem ersten Tor (39.) kam beim VSV wieder etwas die Unsicherheit durch. Szekesfehervar machte im Finish enormen Druck, mehr als das 2:3 (44.) gelang jedoch nicht. Der vermeintliche Ausgleich (55.) wurde vom Schiedsrichter nach Videostudium, in dem im Getümmel der Puck nicht eindeutig hinter der Linie zu sehen war, nicht gegeben.

„Wir haben es am Ende mit viel Herz und Hirn drübergebracht“, freute sich Co-Trainer Markus Kerschbaumer. Erfreulich auch, dass Mike Martin, den man mit seiner Adduktoren-Verletzung eigentlich länger abgeschrieben hatte, ein starkes Comeback feierte. Die Adler blieben gleich in Ungarn, wo am Montagvormittag trainiert wird, ehe man dann von Szekesfehervar zum Dienstag-Spiel nach Linz weiterfährt.

Kärntner Krone

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