Erneut ein schrecklicher Zwischenfall am Donnerstag: In Laakirchen in Oberösterreich starb ein Arbeiter (55) bei Verschubarbeiten. Der Mann wurde von einem Eisenbahnwaggon überrollt und erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen.
Jetzt sind die Unfallumstände klar und die Polizei hat den tragischen Vorfall rekonstruiert: Ein 30-jähriger Lokführer und zwei ÖBB-Mitargeiter - ein 48-Jähriger und ein 55-Jähriger aus Attnang-Puchheim - waren am Donnerstag gegen 10 Uhr mit Verschubarbeiten im Bereich einer Gleisanlage in Laakirchen beschäftigt. Dabei koppelten die Verschubmitarbeiter zwei Güterwagen von einer Diesellok ab, um diese im Anschluss auf einem Abstellgleis abzustellen. Nachdem dies geschehen war, fuhr der Lokführer mit den beiden auf das ursprüngliche Gleis, auf dem die restlichen Güterwagen abgestellt waren zurück, um dort einen weiteren Güterwagen an die Lok anzukuppeln.
Alles war eigentlich wie geplant...
Beim Ankupplungsvorgang des Güterwagens befand sich der 55-Jährige an seinem vorgesehen Standort, seitlich hinter der Diesellok, um den Güterwagen gefahrenlos an die Lok ankuppeln zu können. Aus bisher noch ungeklärter Ursache stieß der vordere der beiden bereits angekoppelten Güterwagen gegen ihn, wodurch er unmittelbar vor die beiden anrollenden Güterwagen stürzte. Nachdem der 55-Jährige zumindest von einem der Güterwagen überrollt wurde, setzte der Lokführer sofort die Rettungskette in Gang und leistete Erste Hilfe.
Helikopter angefordert
Trotz der Erstversorgung durch das Rote Kreuz und Notarzt, sowie dem Notarzthubschrauberteam des „Martin 3“, konnte der Schwerverletzte nicht mehr gerettet werden und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lokführer sowie der weitere Mitarbeiter mussten an der Unfallstelle vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden.
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