16.06.2021 14:17 |

Geldbußen drohen

Öffentliche Hand setzt sich Quote für Ökofahrzeuge

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen, aber auch öffentliche Träger aus Bereichen wie Wasserversorgung, Energie oder Post müssen in Zukunft Mindestquoten bei der Beschaffung von Öko-Fahrzeugen erfüllen, andernfalls drohen Geldbußen. Der Umstieg auf emissionsfreie Autos, Lkw und Busse wird in den kommenden Jahren mit über 250 Millionen Euro gefördert.

Die Quoten betreffen in Österreich rund 5000 Stellen, darunter fallen etwa alle Bundesministerien und deren Dienststellen, alle Länder, Gemeinden und Verkehrsverbünde sowie die Asfinag, die Post und andere staatlich beherrschte Einrichtungen und Gesellschaften.

Grafik: Anteil der E-Pkws in Österreich (Stand September 2020)

„Müssen entschlossen handeln“
„Im Kampf gegen die Klimakrise ist es fünf vor zwölf. Wir müssen jetzt groß denken und entschlossen handeln. Mit der schrittweisen Umstellung des öffentlichen Nahverkehrs auf E-Mobilität tun wir beides“, sagt Justizministerin Alma Zadić (Grüne). „Der Verkehr ist ein zentraler Hebel für mehr Klimaschutz. Dazu gehört der rasche Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge. Die öffentliche Hand geht in dieser Frage mutig voran“, so Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler.

Mindestquote bis 2025 bis zu 45 Prozent
Pkws, die von öffentlichen Trägern eingesetzt werden, müssen in den nächsten fünf Jahren und darüber hinaus eine grüne Quote von mindestens 38,5 Prozent erfüllen, Lkws bis 2025 zehn Prozent, ab 2026 15 Prozent und bei Bussen ist bis 2025 eine Öko-Quote von 45 Prozent vorgesehen, ab 2026 von 65 Prozent. Bis zum zweiten Quartal 2026 sollen mindestens 650 emissionsfreie Busse auf Österreichs Straßen unterwegs sein.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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