Schlepperprozess

„Banker“ der Bande wurde zu Haftstrafe verurteilt

Mit dem „Banker“ der Bande wurde der letzte Angeklagte im Linzer Schlepperprozess verurteilt. Er erhielt ein Jahr und zehn Monate Haft. Mit zehn Verurteilungen und drei Freisprüchen ging der Prozess früher als geplant zu Ende.

Ursprünglich saßen 13 Männer auf der Anklagebank in Linz. Sie sollen 100 Menschen, die aus dem Irak, Syrien und dem Iran nach Österreich geflüchtet waren, weiter nach Deutschland gebracht haben. Für einen Schlepperlohn von 300 bis 400 Euro, so die Anklage.

Zahlungen mit Kafala-System
Der nun verurteilte „Banker“ der Bande, ein 35-Jähriger mit britischem Pass und wohnhaft in Wien, soll die Einnahmen mittels Kafala-System an Hintermänner verschoben haben. Beim Kafala-System handelt es sich um ein im arabischen Raum sehr verbreitetes Zahlungssystem, das keinerlei Regeln unterliegt und sich daher schwer nachvollziehen lässt. Im Fall der Schlepper soll auf diesem Weg eine fünfstellige Summe geflossen sein.

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Freitag, 18. Juni 2021
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