12.05.2021 11:00 |

Wracks, Fässer und Co.

Kampf gegen Mülldeponie in Villach geht weiter

Engagierte Anrainer wie Gerhard Melcher fordern seit Jahren, dass Stadt und Land das Problem der Altlastdeponie in Tschinowitsch ernst nehmen und aktiv werden - wir berichteten. Die Villacher Stadtpolitik ist informiert, jedoch nicht zuständig. Das Land setzt auf Beobachtung und wird dank „Krone“-Bericht nun sogar von einer Universitätsprofessorin aus Wien unterstützt.

Autowracks aus den 70er- und 80er-Jahren, alte Ölfässer, rostbraune Flüssigkeiten mitten im Schwemmgebiet der Gailauen. „Nachdem ich von der Situation der Tschinowitscher Altlastdeponie erfahren habe, habe ich sofort Umweltstadtrat Dobernig und die Abteilung 8 des Landes alarmiert“, erklärt Stadtrat Christian Pober, dem das Land bestätigte, dass es sich nicht um Gefahr in Verzug handeln soll.

„Da hier Kinder spielen, Hunde Gassi geführt werden und Wildtiere leben, stellen die Umstände für mich sehr wohl ein Problem dar!“ „Ich bekam vom Land die Antwort, dass für Tschinowitsch längst der Weg der Beobachtung gewählt wurde“, bestätigt Gerald Dobernig.

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Bürger, die auf Probleme aufmerksam machen, sind wichtig. Wir nehmen das Problem sehr ernst und werden dem Land beim Monitoring auf die Finger schauen.

Gerald Dobernig, Umweltstadtrat, Verantwortung Erde

Ortsaugenschein in Tschinowitsch
Demnach liege die Verantwortung der verschmutzten Erde wohl bei den Landesbehörden. Auf „Krone“-Nachfrage bestätigte die Umweltabteilung, dass ein Sachverständiger längst vor Ort gewesen sei, Altlasten ohnehin unter Kontrolle stünden. „Wenn wir eine Meldung bekommen, machen wir uns vor Ort ein Bild. Unser Bericht liegt der Behörde vor. Demnächst wird es aber dennoch einen Ortsaugenschein in Tschinowitsch geben“, bekräftigt Abteilungsleiter Harald Tschabuschnig, der darauf hinweist, „dass die ehemalige Deponie weder Spielplatz noch Gassistrecke ist!“

Währenddessen hat sich eine Wiener Universitätsprofessorin angekündigt, die den Boden genauer untersuchen werde.

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