35 Mal pro Jahr dürfen die Feinstaub-Grenzwerte maximal überschritten werden, sonst droht eine Strafe der EU. Diese Meldung dürfte vor allem in den Kärntner Problem-Städten Klagenfurt, Wolfsberg und Sankt Andrä für Aufregung sorgen, die ja mit einer hohen Feinstaubbelastung kämpfen. „Wir haben Maßnahmenpläne ausgearbeitet, deren Umsetzung wir nachweisen mussten. Daher hat uns die EU eine Fristverlängerung ermöglicht“, erklärt der Leiter der Umweltabteilung in der Landesregierung, Harald Tschabuschnig.
Straßensperren und Tempolimits
Ein Freibrief zur Luftverschmutzung? „Dieser Aufschub wurde uns nur gewährt, weil die in Kärnten getroffenen Maßnahmen Erfolg versprechen“, erklärt Albert Kreiner, Wirtschaftsjurist in der Regierung. So soll die Belastung durch Straßensperren, Tempolimits, den Ausbau der Fernwärme und die Hausbrand-Reduktion gesenkt werden.
Verwirrung herrscht indes über die tatsächlichen Grenzwert-Überschreitungen 2010: Laut Aufzeichnungen lag Klagenfurt mit 39 Tagen mit zu hoher Feinstaubbelastung klar über den zulässigen 35 Tagen. „Die Daten sind noch nicht verifiziert. Tage, an denen es Saharastaub gab oder Salz gestreut wurde, können wieder abgezogen werden“, weiß Tschabuschnig.
von Thomas Leitner, Kärntner Krone
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