In der Gemeindepolitik von Jennersdorf gehen die Wogen wieder einmal hoch. Stein des Anstoßes ist ein gerade einmal 170 Meter langer Radweg. Seit 2018 wird darüber diskutiert. Ob er heuer noch verwirklicht wird, ist allerdings fraglich. Der Gemeinderat hätte das Projekt absegnen sollen, was aber scheiterte. Bei Bürgermeister Reinhard Deutsch (Liste JES) sorgt das für Ärger: Die ÖVP habe 2019 selbst einen Antrag für den Radweg eingebracht und nun dagegen gestimmt, schüttelt er den Kopf. Durch die Verzögerung drohe das Projekt zudem teurer zu werden, warnt Deutsch. Denn die Anbote der Firmen seien nur begrenzt gültig.
ÖVP-Stadtrat Franz Müller betont, dass man den Radweg befürworte. Die bereits erfolgte Vergabe an das Planungsbüro sei aber nicht ordnungsgemäß gewesen, daher habe man nicht zugestimmt. Nun müsse man zurück an den Start und ordentlich ausschreiben.
Und die bisherigen Leistungen des Planungsbüros? Auch hier spalten sich die Geister. Laut Deutsch sind diese auf jeden Fall zu bezahlen. Müller sieht das etwas anders. Es könnte also noch dauern, bis die ersten Räder über den neuen Radweg rollen.
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