Der Poker um die künftige Führung des Gemeindebundes ist zu Ende - und er endete mit einer typisch österreichischen Lösung: „Wenn wir uns nicht auf einen Präsidenten einigen können, dann machen wir halt drei Präsidenten.“
Morgen, Donnerstag, soll das Verhandlungsergebnis präsentiert werden, einige Details sickerten aber bereits durch. So wird sich das Präsidium des Gemeindebundes künftig wohl am Präsidium des Landtages orientieren. Im Landesparlament gibt es bekanntlich ebenfalls drei Präsidenten (Reinhart Rohr, Jakob Strauß und Josef Lobnig). So will man es auch im Gemeindebund halten.
Trio für Gemeindebund
Günther Vallant, Bürgermeister von Frantschach und Kandidat der SPÖ, wird erster Präsident, weil die Roten die meisten Bürgermeister stellen. Zweiter Präsident soll künftig der Finkensteiner Gemeindechef Christian Poglitsch sein, als Dritter Präsident wird der Afritzer Bürgermeister Max Linder (FPÖ) fungieren. So darf sich in Zukunft dieses Trio Präsident nennen und alle sind glücklich ...
Nicht unbedingt teurer
Doch halt, da war noch etwas. Ja, die Gagen. Ist das nicht eine teure Lösung mit de facto drei gleichrangigen Präsidenten im Gemeindebund? Es wird ja nicht um Gottes Lohn gearbeitet. „Es wird nicht unbedingt teurer, weil das bisher fünfköpfige Präsidium auf dieses dreiköpfige verkleinert wird“, so die Argumentation. Zusätzlich soll eine genaue Zuständigkeits- und Kompetenzaufteilung politische Reibungsverluste verhindern.
Neues Besoldungsrecht
Die Kärntner Landesbediensteten erhalten ein neues Besoldungsrecht, das ihnen gravierende Verbesserungen gewähren wird. Die Reform sorgt aber in den Gemeindestuben für Aufregung. Ein Mittelkärntner Bürgermeister: „Auf die Gemeinden wurde wieder einmal vergessen. Ich glaube, mit diesen großen finanziellen Unterschieden besteht die Gefahr, dass viele Gemeindebedienstete zum Land wechseln möchten.“ Klingt nach viel Arbeit für den Gemeindebund.
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