05.05.2021 06:00 |

„Endlich umsetzen“

Mitarbeiterbeteiligung: ÖVP-Klubchef macht Druck

Seit Jahren wird über neue Möglichkeiten der Mitarbeiterbeteiligung diskutiert, auch im türkis-grünen Regierungsprogramm ist das Ansinnen verankert. Allein: Geschehen ist bisher so gut wie nichts. Laut August Wöginger, Klubchef der Kanzlerpartei ÖVP, soll sich das nun ändern. Er will eine „rasche Umsetzung“.

Wer seine Mitarbeiter ohne große juristische Manöver am Unternehmen - und damit auch am Erfolg - beteiligen möchte, allerdings keine Aktiengesellschaft anführt, der hat dazu kaum geeignete Möglichkeiten. Damit sich das ändert, werden hierzulande schon länger Pläne für eine niederschwellige Form der Mitarbeiterbeteiligung gehegt. Passiert ist allerdings so gut wie nichts. Doch jetzt soll das Ganze, richtet ÖVP-Klubchef Wöginger der von seiner Partei angeführten Bundesregierung aus, „endlich umgesetzt“ werden.

Anlass für die Umsetzung des im türkis-grünen Regierungspakt vage verankerten Ansinnens ist laut Wöginger die Corona-Krise - in der, so der Türkise, statt weiterer Corona-Boni eine Mitarbeiterbeteiligung eingeführt gehörte. „Ich will“, sagt er, „dass den Arbeitnehmern mehr im Börserl bleibt.“ Geht es nach Wöginger, sollen die ersten 3000 Euro im Jahr, die ein Mitarbeiter als Gewinnausschüttung erhält, steuerfrei sein.

„Bringt mehr als ein einmaliger Corona-Bonus“
„Das bringt mehr als ein einmaliger Corona-Bonus“, so Wöginger. Die Förderung solcher Beteiligung sei eine „doppelte Hilfe und eine langfristige Steuersenkung“, da Unternehmer und Mitarbeiter etwas davon hätten, sagt der Vorsitzende der ÖVP-Arbeitnehmer. Nach Ansicht des türkisen Klubobmanns müsse die Beteiligungsreform Teil der bereits angekündigten Lohnsteuersenkungen sein - und deren Beschluss soll heuer über die Bühne gehen, damit sie nächstes Jahr gelten.

Klaus Knittelfelder
Klaus Knittelfelder
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