In den vergangenen zehn Jahren habe sich in Wirtschaft und Politik sehr vieles verändert: 2002 wurde der Euro als Zahlungsmittel eingeführt, 2004 und 2007 wurde die EU und 2007 der Schengenraum erweitert. "Wir haben als Burgenländer am meisten von dieser Europäischen Union profitiert", sagte Steindl. Das Burgenland sei seit 1995 Ziel-1-Gebiet, mittlerweile in der dritten Periode in Form des Phasing Out. "Wir haben sehr gute Chancen, dass wir nach Ende dieser Förderperiode, nach 2013, in eine weitere Förderperiode einsteigen dürfen" (siehe Infobox).
Grenzen in Köpfen noch nicht ganz abgebaut
Zum Programm des Europaforum zählen auch Themenabende, die sich mit den Nachbarländern befassen. Im Vorjahr stand beispielsweise der Beitrittskandidat Kroatien im Mittelpunkt. Kontakte werden auch an Ort uns Stelle bei Exkursionen geknüpft. Am Montag beginnt beispielsweise für 20 burgenländische Bürgermeister eine Reise nach Brüssel.
Gerade in der Kommunalpolitik sei es wichtig, die Verbindung zu Europa herzustellen, so Steindl. Die Grenzen seien in den Köpfen der Menschen noch nicht ganz abgebaut. Eine Bewusstseinsbildung zu erreichen, damit Europa noch besser zusammenwachsen könne, werde das größte Vorhaben des Europaforums sein.
Das Europaforum könne "einen kleinen, aber doch wichtigen Beitrag" für die Vorbereitungen der Zeit nach 2013 für das Burgenland leisten, sagte dessen Obmann, VP-Landtags-Klubchef Rudolf Strommer. Man wolle "Raum für Begegnungen" mit Verantwortungsträgern in der EU schaffen.
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