Frost kommt teuer

Kalter Winter lässt Heizvorräte sehr schnell schmelzen

Kärnten
07.01.2011 17:05
Der frostige Winter wird wohl auch in den Geldbörsen der Kärntner seine Spuren hinterlassen. Denn der kalte Dezember hat dafür gesorgt, dass Vorräte an Heizöl, Holz und Kohle schon ziemlich stark dezimiert wurden. Und sollte bald die nächste Kaltfront anrücken, werden viele Lager wohl neu befüllt werden müssen.

Rund 3.000 Liter Heizöl verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt pro Saison. Die Arbeiterkammer Kärnten hat festgestellt, dass die Preise für Öl im Vergleich zum Jahr 2009 stark angezogen haben. So mussten im Dezember 2010 für 3.000 Liter 437 Euro mehr bezahlt werden. Monatlich macht das Mehrkosten von etwa 40 Euro aus. Öl ist in Kärnten mit einem Marktanteil von 37 Prozent immer noch das beliebteste Heizmaterial.

Die extrem frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen haben aber die Brennstoffvorräte vieler Kärntner stark schmelzen lassen; doch offenbar noch nicht bis auf die letzten Reserven. "Der große Ansturm auf Heizöl ist vorerst noch nicht zu bemerken. Aber es gibt schon vereinzelt Leute, die nachkaufen müssen", so Günter Schmidauer, Fachgruppenobmann in der Wirtschaftskammer.

Uni sperrte Büros und Bibliothek zu
Um Heizkosten zu sparen, hat die Klagenfurter Uni während der Feiertage sogar die Büros und die Bibliothek zugesperrt. Ignaz Hübl von der Kelag Netz GmbH: "Weil auch viele andere Betriebe Urlaub hatten, gab's bei der Fernwärme keine extremen Spitzen. Die Heizpause in den Firmen hat den Mehrverbrauch in den privaten Haushalten etwas ausgeglichen."

Auch wenn die Temperaturen derzeit in Richtung Plus tendieren – der Winter ist noch nicht vorbei. "Im Februar kann es noch bitterkalt sein", so Meteorologen.

von Katrin Fister, "Kärntner Krone"

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