Kein Einzelfall: Bei den Nasenbohrer-Tests im Klassenzimmer gab es auch in Schulen in Kronstorf und Pasching plötzlich mehr als 30 positive Ergebnisse: „Wir haben sofort großzügig abgesondert, wollten das Ansteckungsrisiko mindern“, schildert Bezirkshauptmann Manfred Hageneder. Nach negativen PCR-Tests musste alles rasch aufgehoben werden. Er macht eine fehlerhafte Produktcharge bei den Testkits für die Misere verantwortlich, oder aber falsche Lagerung vor Zustellung. Dietmar Nehmeth, Linzer Gesundheitsdirektor, hatte ebenfalls mit 60 positiven Kindern einer Schule zu tun. Für ihn bisher ein „Einzelfall in der Dimension“.
Wir haben auch die Erfahrung, dass es plötzlich zu 60 falsch positiven Tests bei Schulkindern kommen kann. Aber es war in Linz bisher ein Einzelfall. Welche Produkte zum Einsatz kommen, ist eine nationale Entscheidung.
Dietmar Nemeth, Direktor der Gesundheitsbehörde der Stadt Linz
Sensitivere Tests für Ältere
Weil es im Bezirk Linz-Land schon öfters vorgekommen ist, hat Hageneder ein Vorgehen festgelegt: „Die Kinder werden mit besseren Lehrer-Selbsttests ein zweites Mal getestet.“ Gibt es weiterhin viele positive Ergebnisse, kommt ein mobiles Team vom Roten Kreuz an die Schule. Das war letzte Woche der Fall. Er wünscht sich sensitivere Testkits für Volksschulen. Die „Krone“-Nachfrage bei der Bildungsdirektion ergibt: Bessere Selbsttests einer anderen Firma haben Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Polytechnische Schulen in Aussicht, nicht aber die Volksschulen.
Selbsttests genau beobachtet
In der Teststraße Doppl:Punkt in Leonding können, wie berichtet, Erwachsene Selbsttests unter Anleitung machen. Seit den Vorfällen in den Schulen wird das Pilotprojekt aber genauer beobachtet: „Wir überprüfen exakt die Aussagekraft, denn solche Selbsttests könnten ja bei der Gastro-Öffnung eine bedeutende Rolle spielen“, meint Hageneder.
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