16.04.2021 11:44 |

Osten schwer getroffen

Mehr als 2100 Tote in dritter Infektionswelle

Die dritte Corona-Infektionswelle hat bisher zwar deutlich weniger Tote gefordert als die zweite Welle im Herbst, besonders hart getroffen wurde aber die Ostregion: Auf Wien, Niederösterreich und Burgenland entfällt mehr als die Hälfte der seit Februar Verstorbenen. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie in ganz Österreich 9843 Menschen mit Covid-19 gestorben, davon 2122 in der dritten Welle seit Februar. 

Laut den vom Krisenstab des Innenministeriums gesammelten Zahlen sind mehr als zwei Drittel der Corona-Toten in der zweiten Infektionswelle verstorben. Von September des Vorjahres bis Jänner 2021 haben die Länder 6988 Todesfälle gemeldet. In der ersten Infektionswelle bis Mai des Vorjahres wurden 668 Todesfälle gemeldet. Im äußerst ruhig verlaufenen Sommer waren es 65.

Mehr als die Hälfte der Todesfälle im Osten
Seit Februar haben die Bundesländer weitere 2092 Todesfälle gemeldet, davon mehr als die Hälfte (1208 bzw. 59 Prozent) in den drei Ländern der Ostregion. Damit sind in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland drei von zehn Corona-Toten in der dritten Infektionswelle verstorben. Zum Vergleich: In Vorarlberg und Tirol ist einer von zehn Corona-Toten seit Februar verstorben, im österreichischen Durchschnitt zwei von zehn.

Wien bisher am stärksten betroffen
Die meisten Todesopfer hat die Pandemie bisher in Wien gefordert (2059), knapp gefolgt von der Steiermark (1928) sowie Ober- und Niederösterreich (1666 bzw. 1664). Dahinter folgen Kärnten (770), Tirol (610), Salzburg (551), das Burgenland (310) und Vorarlberg (285 Tote). Gemessen an der Bevölkerungszahl hatten die Steiermark und Kärnten bisher allerdings die meisten Corona-bedingten Sterbefälle zu verschmerzen, nämlich 155 bzw. 137 pro 100.000 Einwohner.

In ganz Österreich sind seit Ausbruch der Pandemie 111 von 100.000 Einwohnern nach einer Corona-Infektion verstorben.

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