Bekennerschreiben
Linksextreme Terroristen legten Bombe in Athen
In einer am Mittwoch im Internet veröffentlichten Erklärung wenden sich die Terroristen gegen die griechische Justiz und kündigen weitere Anschläge an. Dies gelte besonders im Hinblick auf einen Prozess gegen mehrere mutmaßliche Mitglieder der Untergrundorganisation, der am 17. Jänner beginnen soll.
Der Sprengsatz, der kurz vor dem Jahreswechsel das Zentrum der griechischen Hauptstadt erschütterte, war an einem Motorrad angebracht, das vor dem Athener Verwaltungsgericht geparkt war. Ein anonymer Anrufer hatte Medien etwa 45 Minuten vor dem Anschlag vor der Explosion gewarnt, so dass Menschen rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten. Es entstand schwerer Schaden an dem Gericht und umliegenden Gebäuden. Auch mehr als 20 Autos wurden beschädigt.
Wiederholt Anschläge in Griechenland
Anarchistische und autonome linke Gruppen hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge in Griechenland verübt. Im Juni wurde ein Polizist ermordet. Im Jänner 2010 wurde ein Beamter von schwer bewaffneten Extremisten angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Die Autonomen schickten zudem mehrere Briefbomben, darunter eine an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Berlin, die aber rechtzeitig entdeckt wurde.
Die Gruppen "Volksaktion", "Revolutionärer Kampf", "Sekte der Revolutionäre" und "Verschwörung der Feuerzellen" bezeichnen sich in ihren Bekennerschreiben als "Stadtguerilla". Sie wollen nach eigenen Angaben den Sturz des Systems durch Terror und Chaos erzwingen. Einige von ihnen sollen Kontakte zu anarchistischen Gruppierungen in Italien und anderen Mittelmeerstaaten haben.
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