14.04.2021 08:21 |

Kurz vor Entscheidung

Verlängert auch das Burgenland seinen Lockdown?

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) informiert derzeit über die etwaige Fortführung oder das Ende des Lockdowns im Burgenland. Im Vorfeld haben bereits Wien und Niederösterreich entschieden, die verschärften Corona-Maßnahmen bis 2. Mai zu verlängern.

Doskozil galt schon zu Beginn der Beratungen über den „Ost-Lockdown” nicht unbedingt als Befürworter eines solchen Schrittes und wollte einen anderen Weg zur Eindämmung des Coronavirus einschlagen. Während die strikten Bestimmungen im Burgenland noch bis Sonntag in Kraft sind, könnte er aus der gemeinsamen Linie ausscheren.

Stehen Öffnungsschritte bevor?
Im Vorfeld war immer wieder zu hören, dass eine solche Entscheidung faktenbasiert stattfinden müsse und man sich besonders auch die aktuelle Infektionslage genau ansehen werde. Doskozil hatte zuletzt aber auch auf die sinkende Sieben-Tage-Inzidenz und die hohe Testintensität im Land verwiesen, womit er auch etwaige Erleichterungen aus dem Lockdown begründen könnte.

„Bevölkerung hat genug von ewigen Lockdowns“
„Die Bevölkerung hat genug von den ewigen Lockdowns. Existenzen werden vernichtet und immer mehr Menschen, quer durch die Generationen, leiden deshalb unter schweren psychischen und physischen Problemen“, hielt Doskozil mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Auch die wirtschaftlichen Folgen seien verheerend: „Der Platz der Sozialdemokratie muss an der Seite derer sein, die unter den Verhältnissen leiden“, so der Landeshauptmann.

Einen Ausweg sieht er etwa im Ausbau der Testkapazität. Man führe bereits Gespräche mit Experten und wolle gemeinsam mit der Wirtschaftskammer das Testangebot weiter ausweiten, hieß es am Dienstag.

Lage in Spitälern weiter angespannt
Zuletzt war die viel beachtete Sieben-Tage-Inzidenz im Burgenland auf unter 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesunken. Angespannt ist die Situation hingegen nach wie vor in den Krankenhäusern, vor allem auf den Intensivstationen.

Am Dienstag befanden sich 85 Corona-Kranke im Spital, 21 davon benötigten intensivmedizinische Behandlung. Das sind etwas weniger als in den vergangenen Tagen, die Auslastung der Intensivstationen ist aber weiterhin hoch.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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