KAC - Graz 3:4. KAC torkelt von Heimpleite zu Heimpleite, das rote Elend wird immer schlimmer. Beim 3:4 gegen Graz kassierte der Leader die achte Abfuhr in den letzten neun Spielen, Ex-KAC-Crack Warren Norris traf zweimal. Die Rotjacken wachten erst nach dem 0:4 auf, das 3:4 fiel aber erst 77 Sekunden vor Schluss.
"Kein Körperspiel, die Checks nicht fertiggemacht"
Auf der Pressetribüne machte der verletzte Graz-Kapitän Harry Lange die Statistik. Er ist ja ein Klagenfurter, sah, wie die 99ers den Rotjacken lange um die Ohren fuhren. Sean Brown durfte wieder spielen. An der KAC-Misere sind nicht einzelne Cracks Schuld, das ganze Team vergeigt die Partien. Binnen 104 Sekunden zog Graz auf 2:0 davon. Vorm ersten Tor hätte Brown ausputzen können, beim zweiten Streich von Chucky Norris schlief Ratchuk beim Assist. "Aber KAC hat die eisläuferischen Vorteile nicht ausgespielt", resümierte Lange. "Kein Körperspiel, die Checks nicht fertiggemacht, die Pässe sind nicht angekommen."
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Im zweiten Abschnitt kam es dicker. Ouellette und Norris (mit einem Prachttor nach nur 16 Powerplaysekunden) stellten sogar auf 4:0. "Macht sie alle, schießt sie aus der Halle", sangen die Graz-Fans. Das hat man in Klagenfurt lange nicht gehört. Von den KAC-Rängen tönte es: "Wir wollen euch kämpfen sehen." Kalt & Co. haben es auch beherzigt...
"Wir hatten lange Zeit Angst zu spielen"
Nur 20 Sekunden nach dem 0:4 durfte Kirisits erstmals jubeln (30.), von da an spielte nur mehr KAC. Auch Schneider schoss sein erstes Tor (50.), wäre das 3:4 von Hager nicht aberkannt worden, wer weiß. So fiel das echte 3:4 von Brown erst 77 Sekunden vorm Ende. "Wir hatten lange Zeit Angst zu spielen, 25 Minuten hat gar nichts geklappt", grübelte Trainer Viveiros. Acht Pleiten in neun Partien schmerzen verdammt. Das bessere Ende gibt ihm Hoffnung. Am Freitag ist Torhüter Chiodo retour, dafür verletzte sich Stephan Geier erneut am Fuß.
VSV - Capitals 4:1. Ein Wiener war gegen Wien der beste Adler: VSV-Goalie Bernd Starkbaum erwischte einen Sterntag, hatten einen Riesenanteil am vierten Sieg der Adler in Serie. Der VSV ging zwar schon nach 32 Sekunden durch Michi Raffl 1:0 in Führung, nach fünf Minuten stellte Razingar mit einem unglaublichen Hammer auf 2:0. Die Schiris brauchten zur Bestätigung sogar den TV-Beweis.
Alle zerschellten an Starkbaum
Dann aber wurde man nachlässig, nahm das Wiener Rumpfteam (es fehlten sechs Stützen) auf die leichte Schulter - und es fehlte zur Sensation nicht viel. Die Gäste spielten zahlreiche gute Chancen heraus, Pinter (8.), Bouchard (13.), Casparsson (18.), Fortier (32.) - aber sie zerschellten an Starkbaum. Auch nach dem 3:1 von Bjornlie im 5:3-Powerplay brannte es lichterloh (45.), da war auch Star Gratton, der für Schirikritik eine Spieldauer plus Matchstrafe (wegen Zuschauergefährdung) kassierte, schon vom Eis (40.). Erst nach dem zweiten Streich von Raffl zum 4:1 (54.) konnte der VSV endgültig aufatmen.
Die Fans waren trotzdem überglücklich. Nach 57 Minuten ging die Welle durch die Halle, nach Spielende mussten die Adler sogar zweimal aus der Kabine...
"Kärntner Krone"
Ergebnisse vom Dienstag:
VSV - Vienna Capitals 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)
KAC - Graz 99ers 3:4 (0:2, 1:2, 2:0)
Medvescak Zagreb - Olimpija Ljubljana 7:1 (2:0, 1:1, 4:0)
HK Jesenice - Red Bull Salzburg 6:0 (0:0, 3:0, 3:0)
SAPA Fehervar - Black Wings Linz 3:6 (1:3, 0:1, 2:2)
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