Unternehmer belastet

Sexübergriffe sollen 1996 begonnen haben

Der Sohn, zwei Neffen, die Nichte, der Enkel, ein Freund des Sohnes, eine Nachbarstochter und die Schwägerin. Sie alle sollen teils im noch unmündigen Alter (unter 14) von einem Welser sexuell missbraucht worden sein. Der in U-Haft sitzende Geschäftsmann bestreitet die Vorwürfe, sieht sich als Opfer einer Intrige.

Das LKA OÖ und die Staatsanwaltschaft Steyr ermitteln gegen den Unternehmer wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses (§ 206, 207, 212). Der 54-Jährige wurde am 2. April festgenommen, er sitzt nun in der Justizanstalt Garsten in U-Haft. Der Zeitraum, der ihm zur Last gelegten Übergriffe, reicht bis 1996 zurück. Erstes Opfer soll bis November 1998 eine zwölfjährige Nichte gewesen sein. Ab August 2000 bis September 2001 soll eine Nachbarstochter (12) Opfer seiner Triebe geworden sein.

Sohn und Schulfreund als Opfer
2007 sollen der 13-jährige Sohn und ein Schulfreund missbraucht worden sein. In den Sommerferien 2011/2012 soll es zu schweren sexuellen Übergriffen gegen einen zwölfjährigen Neffen sowie im April 2013 und 2014 gegen einen zehnjährigen Großneffen gekommen sein. Und im Juni 2020 soll der Welser seinen erst zweijährigen Enkel sittlich gefährdet haben. Auch eine Schwägerin erstattete Anzeige, sie sei von 2011 bis 2016 mehrfach sexuell belästigt worden.

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Es ist schon auffällig, dass die Vorwürfe gegen meinen Mandanten erst nach der Trennung von seiner Partnerin erfolgt sind. Es geht ja auch wirtschaftlich dabei um viel.

Rechtsanwalt Lorenz Kirschner (38), Wels

Laut dem Beschuldigten kam es aber nur außerhalb der Kernfamilie zu intimen Kontakten – und diese seien stets einvernehmlich und erst ab 14 Jahren passiert. „Wie alt die Personen damals wirklich waren, ist noch ungeklärt“, betont Lorenz Kirschner, Anwalt des Verdächtigen.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Dienstag, 11. Mai 2021
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