31.12.2010 08:34 |

Anschlagsserie

Athen: Bombe vor geschlossenem Club explodiert

Erneut ist in der griechischen Hauptstadt Athen ein Sprengsatz detoniert: Vor einem geschlossenen Nachtlokal ist in der Nacht auf Freitag eine kleine Bombe explodiert, verletzt wurde niemand. Am Donnerstag hatten Unbekannte vor einem Athener Gericht einen Sprengsatz gezündet (siehe Infobox). Da das Gebäude nach einer Warnung bereits evakuiert worden war, kam auch dabei niemand zu Schaden.

Im November hatte eine Serie von Paketbomben aus Griechenland für Unruhe gesorgt. Mehr als ein Dutzend dieser Bomben waren in Athen entdeckt worden und teilweise detoniert. Die Pakete waren unter anderem an Botschaften gerichtet, Adressaten waren aber auch internationale Institutionen im Ausland und ausländische Regierungschefs.

Damals wurden griechische Linksextremisten für die Taten verantwortlich gemacht. In rund zwei Wochen soll der Prozess gegen rund ein Dutzend mutmaßliche Mitglieder einer radikalanarchistischen Gruppe beginnen.

Zwei Verletzte durch Paketbomben in Rom
Anfang dieser Woche hatte die italienische Polizei eine Paketbombe in der griechischen Botschaft in Rom entschärft. Vor Weihnachten waren Sprengsätze in der Schweizer und der chilenischen Botschaft der italienischen Hauptstadt detoniert. Dabei wurden zwei Menschen teils schwer verletzt.

Eine italienische Anarchisten-Gruppe namens "Federazione Anarchica Informale" (Informelle Anarchistische Föderation, FAI) hatte sich zu den Anschlägen bekannt. Die Erklärung wurde mit "Lambros-Fountas-Zelle" unterzeichnet, in Anspielung auf einen im März bei einem Schusswechsel mit Polizisten getöteten griechischen Anarchisten.

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