Ulrich Radda ist nun auch Impfkoordinator im Land. Der Chefarzt der Gesundheitskasse Kärnten sprach mit der „Krone“ über Beschaffung, Herausforderungen und das Impfen bei den niedergelassenen Ärzten.
Welche Aufgabe haben Sie als Impfkoordinator des Landes?
Das ist sehr komplex. Wir sollen das vom Land vorgegebene Impfkonzept umsetzen, auch den Priorisierungen nachkommen.
Was ist dabei die größte Herausforderung?
Wir müssen extrem flexibel sein, weil sich die Impfstoffmengen oft über Nacht ändern. Außerdem benötigen sämtliche zur Verfügung stehenden Impfstoffe andere Handhabungen und Intervalle. Das sind sehr komplexe Vorgänge.
Gibt es bei der Beschaffung der Vakzine weitere logistische Herausforderungen?
Durchaus, so besteht eine dreitägige Vorlaufzeit vor der Auslieferung der Impfstoffe. Beim Produkt von BionTech/Pfizer ist das noch komplizierter, das Vakzin wird in sogenannten Ultra-Freezern bei minus 70 Grad aufbewahrt und erst am Tag der Auslieferung aufgetaut.
Kann sich Kärnten den Impfstoff aussuchen?
Es gilt einfach die Vorgabe der Politik, dass wir alles verimpfen, was wir bekommen. Es darf keinen Verwurf geben. Wir müssen auch auf anstehende Zweitimpfungen Bedacht nehmen.
Wie geht es in Kärnten jetzt weiter, auch über Ostern?
In der Kalenderwoche 15 sind wir mit den Zweitimpfungen für über 80-Jährige fertig. Das sind 29.000 Menschen, die wir mit der ÖGK geimpft haben werden. Jetzt folgen die Hochrisikogruppen und die Menschen zwischen 65 und 79.
Wann kann man sich beim Hausarzt impfen lassen?
Das ist abhängig von der zur Verfügung stehenden Menge. Einige niedergelassene Ärzte haben schon begonnen.
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