Zusätzliche Truppen

Bulgarien bittet NATO nach Drohnenangriff um Hilfe

Ausland
16.10.2026 13:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach der Serie von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die NATO offiziell um die Stationierung von Kampfflugzeugen und Drohnenabwehrsystemen gebeten. 

Entsprechende Briefe seien an den NATO-Generalsekretär und den NATO-Oberbefehlshaber geschickt worden, um die eigenen Verteidigungsfähigkeiten zu stärken, so Verteidigungsminister Dimitar Stojanow. Dies bedeute auch die Verlegung zusätzlicher Truppen auf bulgarisches Territorium.

Die bulgarischen Behörden bringen einen Verletzten in ein Krankenhaus, nachdem am 6. Oktober ...
Die bulgarischen Behörden bringen einen Verletzten in ein Krankenhaus, nachdem am 6. Oktober 2026 zwei Handelsschiffe in der Wirtschaftszone des NATO-Mitglieds am Schwarzen Meer angegriffen worden waren.(Bild: AP/Bulgarian News Agency)

Anschluss an Drohnenabwehr-Initiative 
„Wir warten auf ihre Entscheidung“, erklärte der Minister. Eine Stellungnahme der NATO lag zunächst nicht vor. Stojanow kündigte an, sich bald mit seinen Amtskollegen aus den ebenfalls zur NATO gehörenden Ländern Rumänien und der Türkei treffen zu wollen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Bulgarien will sich auch bis Ende Oktober einer Drohnenabwehr-Initiative der NATO anschließen.

Zuletzt häuften sich im Schwarzen Meer die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe. Betroffen waren in den vergangenen Wochen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen. Auch im rumänischen Luftraum werden seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die benachbarte Ukraine immer wieder Drohnen im Zuge von russischen Angriffen auf ukrainische Donauhäfen gesichtet.

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