76,8 Mille am Konto

“Bitte warten” heißt es noch immer für die AvW-Opfer

Kärnten
22.12.2010 19:58
Der Schwurgerichtssaal im Klagenfurter Landesgericht wird gerade mit High-Tech ausgerüstet, damit beim Prozessbeginn gegen Wolfgang Auer Welsbach mit Computersimulationen aufgewartet werden kann. Am 11. Jänner geht es los – für die Opfer heißt es aber dennoch weiter warten, bis sie Geld sehen können.

Denn Masseverwalter Gerhard Brandl rechnet nicht damit, dass vor Herbst 2011 eine Tagsatzung im Konkursverfahren angesetzt wird. Die Frist für die Konkursforderungen wurde daher vorerst bis 30. April 2011 verlängert – weil Einzelanmeldungen seine Kanzlei aber heillos überfordern würden, soll es in den nächsten Wochen ein standardisiertes Formular dafür geben.

Insgesamt ist ja von 13.500 Opfern und einer Schadenssumme von 571 Millionen Euro die Rede! Weitere 30 Millionen Euro sollen auf das Konto eines ebenfalls angeklagten Steirers gehen, der AvW-Genussscheine vertrieben hat.

Millionen für Gläubiger tröpfeln herein
Immerhin tröpfeln aber bei der Verwertung des beträchtlichen AvW-Vermögens doch immer wieder ein paar Millionen herein, die letztlich den Gläubigern zu Gute kommen. Allein das RHI-Aktienpaket brachte zuletzt 34 Millionen Euro. "Uns ist es gelungen, die Aktienpakete um einen Preis zu verkaufen, der um 6,8 Millionen Euro höher ist, als es die Kurswerte zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung waren", freut sich Brandl.

Insgesamt verwaltet er nun bereits 76,829.000 Millionen Euro, die "bestmöglich" und sicher veranlagt werden. Job der Masseverwalter sei es ja, alles "zügig zu verwerten, aber nicht zu spekulieren".

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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