15.03.2021 15:11 |

400 Verfahren pro Jahr

„Staatsanwälte haben sehr hohe Anforderungen“

Staatsanwälte haben es derzeit nicht einfach. Doch ist die Kritik berechtigt, die sie in letzter Zeit zu hören bekommen haben? Wie geht man damit eigentlich um? Cornelia Koller (Präsidentin der Vereinigung österreichischer Staatsanwälte) spricht in „Nachgefragt“ mit Moderator Gerhard Koller über das Ansehen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, einzelne Vorgänge bis hin zu durchgeführten Hausdurchsuchungen und die Rolle von Staatsanwälten.

Die Kritik rund um die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ist in den letzten Monaten immer lauter geworden. Dabei hat man als Außenstehender nicht immer den Einblick in das tatsächliche Geschehen. Auch die Präsidentin der Vereinigung österreichischer Staatsanwälte, Cornelia Koller, hält Abstand von einer pauschalisierten Kritik: „Das schadet dem Ansehen.“

Verpflichtung, einem Anfangsverdacht nachzugehen
Auf die Frage, ob die Hausdurchsuchungen im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) rechtswidrig gewesen sei, meint Cornelia Koller: „Die Staatsanwaltschaft ist vom Gesetz her verpflichtet, jedem Anfangsverdacht nachzugehen.“ Um eine Hausdurchsuchung durchführen zu können, bedarf es allerdings noch weiterer Schritte. Nach einer verfassten Anordnung mit anschließender Überprüfung eines Richters kann der Staatsanwalt die Polizei beauftragen.

„Staatsanwälte haben sehr hohe Anforderungen“
Der Arbeitsaufwand eines Staatsanwalts ist enorm groß. Pro Tag behandelt man in dieser Position zwei bis drei Fälle. Auf der einen Seite ist eine Vertiefung einzelner Fälle nicht immer möglich, auf der anderen Seite sind die Ressourcen begrenzt und Cornelia Koller betont immer wieder: „Staatsanwälte haben sehr hohe Anforderungen.“

Den gesamten Talk mit Cornelia Koller sehen Sie im Video oben!

Martin Grasl
Martin Grasl
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