11.03.2021 17:10 |

Tod von George Floyd

Ex-Cop Chauvin droht jahrzehntelange Haftstrafe

Am 25. Mai 2020 war der 46-jährige George Floyd in Minneapolis bei einer brutalen Festnahme ums Leben gekommen. Die Polizeibeamten drückten ihn auf der Straße zu Boden, Polizist Derek Chauvin drückte sein Knie rund acht Minuten lang in den Hals des Bewegungslosen, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd starb, weltweite Proteste folgten. Der Ex-Beamte Chauvin muss sich nun dem Vorwurf auf Mord dritten Grades stellen. Richter Peter Cahill ließ diesen weiteren Anklagepunkt zu.

Mord dritten Grades
Cahill hatte ursprünglich einen Antrag der Staatsanwaltschaft abgelehnt, Chauvin auch Mord dritten Grades zur Last zu legen. Darauf stehen 25 Jahre Haft. Nach Entscheidungen eines Berufungsgerichts am Freitag und des Obersten Gerichts des Bundesstaats gab der Richter dem Antrag am Donnerstag jedoch statt.

Weitere Anklagepunkte
Chauvin, der nach dem Vorfall entlassen worden war und später auf Kaution freikam, muss sich auch wegen Mordes zweiten Grades ohne Vorsatz vor Gericht verantworten. Darauf stehen bis zu 40 Jahre Haft. Nach österreichischem Recht entspräche dieser Anklagepunkt eher dem Totschlag.

Chauvin wird zudem Totschlag zweiten Grades vorgeworfen, was mit zusätzlich zehn Jahren Haft geahndet werden könnte.

Quelle: APA

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).