07.03.2021 22:37 |

500 Verletzte

Äquatorialguinea: 15 Tote bei Explosionen

Bei starken Explosionen im westafrikanischen Äquatorialguinea sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen und 500 verletzt worden. Das teilte Präsident Teodoro Obiang Nguema am Abend im Staatsfernsehen mit. Dem Sender TVGE zufolge gab es mindestens vier starke Explosionen in einem Militärlager in der Wirtschaftshauptstadt Bata. Er zeigte Bilder von zerstörten Häusern und verletzten Menschen, unter ihnen auch zahlreiche Kinder. Der Präsident sprach von einem Unfall.

Der seit fast 42 Jahren amtierende Präsident machte „Fahrlässigkeit“ bei der für die Bewachung von Sprengstoffen, Dynamit und Munition zuständigen Militäreinheit für die Explosionen verantwortlich. Zuvor hatte ein Militärvertreter dem staatlichen Sender TVGE gesagt, ein Angriff werde nicht ausgeschlossen.

Auf Bildern und Videos, die auf Twitter verbreitet wurden, waren eine hohe Rauchsäule und fliehende Menschen zu sehen. Die Digitalzeitschrift „Real Equatorial Guinea“ berichtete von „schweren Zerstörungen“ und „Panik“. Die Druckwellen der Explosionen seien auch in vielen weit entlegenen Gebäuden gespürt worden, hieß es. Nach Angaben des lokalen Mediums „Ahoraeg.com“ gab es drei aufeinanderfolgende Explosionen. Gebäude seien beschädigt worden, Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Die spanische Botschaft in der Hauptstadt Malabo rief die in Bata wohnenden Spanier auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Es gebe derzeit nur spärliche Informationen aus der Stadt, da das Internet dort offenbar zum Teil ausgefallen sei.

Niedriger Ölpreis und Pandemie
Das Opec-Mitglied Äquatorialguinea ist gegenwärtig wegen der Coronavirus-Pandemie und des vergleichsweise niedrigen Ölpreises wirtschaftlich schwer belastet. Öleinnahmen machen etwa zwei Drittel des Staatshaushaltes aus. Bata ist mit ihren knapp 200.000 Einwohnern die größte Stadt des afrikanischen Landes und gilt als Wirtschaftszentrum der ehemaligen spanischen Kolonie. Aquatorialguinea ist seit 1968 unabhängig.

Quelle: APA/Reuters/dpa

Michaela Braune
Michaela Braune
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